Wie unterscheidet sich Server Direct Print (SDP) vom herkömmlichen Netzwerkdruck und welche Probleme werden dadurch gelöst?

Bezüglich:

Dieser Artikel bezieht sich auf alle Drucker, die SDP (Server Direct Print) unterstützen. Das beinhaltet:

  • TM-T88V-i and TM-T70-i
  • TM-T88VI
  • TM-T88VI-iHub

Hintergrund:

Da die Nutzung des Internets zu einer Norm geworden ist, werden webbasierte Dienste in den Einzelhandel und das Gastgewerbe zunehmend angenommen.

Eine neue Anforderung ist die Notwendigkeit, Druckdaten von einem Webserver an einen Drucker zu übertragen. Mögliche Anwendungen für diese Technologie reichen vom Hinzufügen eines einfachen Weges für die Annahme von Online-Bestellungen oder -Reservierungen bis hin zu anspruchsvolleren Anwendungen.

Die „SDP“ -Technologie von Epson wurde speziell für diesen Bedarf entwickelt. In diesem Artikel wird erläutert, warum bestehende "traditionelle" Druckmethoden problematisch sind und wie SDP diese Probleme löst.

Das Problem:

Herkömmliche Verfahren zum Senden von Druckdaten an einen Drucker, der mit einem Netzwerk verbunden ist, funktionieren, indem Netzwerkports zum Drucken verfügbar gemacht werden. Dies ist sowohl aus Konfigurations- als auch aus Sicherheitsgründen problematisch:

  • Der Server muss mit einer Netzwerkkonfiguration eingerichtet sein, die Informationen zum Erreichen des Druckers enthält.
  • Wenn sich die Netzwerkkonfiguration des Druckers ändert, wird die Verbindung vom Server zum Drucker unterbrochen
  • Der Drucker ist möglicherweise aufgrund von verfügbaren Netzwerkanschlüssen anfällig.

Lösung:

SDP löst diese Probleme durch Umkehrung der Interaktion:

  1. Wenn SDP aktiviert ist, sendet der TM-Intelligent-Drucker regelmäßig eine HTTP-Anforderung an einen angegebenen Webserver.
  2. Wenn der Webserver die zu druckenden Daten enthält, sendet die Webserveranwendung eine HTTP-Antwort mit den Druckdaten.
  3. Nach Erhalt sendet der TM-Intelligent-Drucker die Druckanweisung an den angegebenen Drucker.

Dies löst die oben genannten Probleme wie folgt:

  • Der Server muss nicht mehr mit Informationen zum Erreichen des Druckers konfiguriert werden. Der Drucker stellt eine Verbindung zum Webserver her. Die Druckdaten werden mit einer Geräte-ID an den richtigen Drucker weitergeleitet.
  • Der Drucker akzeptiert keine eingehenden Verbindungen mehr. Alle Druckdaten werden von HTTP-Verbindungen geliefert, die vom Drucker initiiert wurden, und können durch dieselben HTTPS-Methoden gesichert werden, die im gesamten Web für die sichere Durchführung von Transaktionen verwendet werden.

Vereinfachte SDP-Topologie:

Prozessablauf:

Weitere Überlegungen:

Zielgerät angeben

Der Server muss zwar nicht mit Informationen zum Erreichen des Druckers konfiguriert werden, es ist jedoch erforderlich, Informationen anzugeben, die angeben, wohin der Druck geleitet wird. Dies wird mit der „Device ID“ erreicht.

Eine Konsequenz dieser Anordnung ist, dass die Geräte-ID des anvisierten Druckers bekannt sein muss und in den Druckdaten enthalten sein muss. Dies wird normalerweise zum Zeitpunkt der Druckdatengenerierung durchgeführt.

Doppelte Geräte-ID

Wenn mehr als ein Gerät dieselbe Geräte-ID erhält, werden die Druckdaten an das erste Gerät gesendet, um den Server abzufragen.

Abfragen

Es ist wichtig, die Abfrage mit der verbundenen Zusatzkosten zu berücksichtigen. Da dem Drucker nicht bekannt ist, wann Daten auf dem Webserver verfügbar werden, müssen regelmäßig Überprüfungen durchgeführt werden, auch wenn keine Druckdaten verfügbar sind.

Dies wird wichtig, wenn ein einzelner Server mit einer sehr großen Anzahl von Druckern interagiert, die für einige Benutzer möglicherweise Tausende sind. In solchen Fällen muss der Webserver möglicherweise jede Sekunde Tausende von Anforderungen bearbeiten.

Benutzer, die mit der Verwaltung dieses Overheads besorgt sind, sollten sorgfältig erwägen, ein längeres Abfrageintervall zu implementieren. Durch Erhöhen der Dauer zwischen Abfragen an den SDP-Server kann die Rate eingehender Anforderungen proportional reduziert werden.