DER WEGWEISENDE WEG VON EPSON ZU STROM AUS ERNEUERBAREN QUELLEN

In der Produktion zu 100% auf erneuerbare Energieträger zu wechseln, ist eine große Herausforderung. Aber es ist möglich. Epson hat einen Weg gefunden, dem andere folgen können.

DER WEGWEISENDE WEG VON EPSON ZU STROM AUS ERNEUERBAREN QUELLEN

So können Hersteller auf 100 % Strom aus erneuerbaren Quellen umsteigen

Laut der Internationalen Energieagentur entfallen auf das produzierende Gewerbe und andere industrielle Verbraucher rund ein Drittel des weltweiten Energieverbrauchs1. Davon macht Strom einen großen Teil aus. Wenn der gesamte Strombedarf von Fabriken und Industrieanlagen aus erneuerbaren Quellen gedeckt würde, könnte dies einen beträchtlichen Beitrag zur Bewältigung des Klimawandels leisten.

Es ist kein einfaches Ziel, aber eines, für das sich Unternehmen zunehmend engagieren. So haben sich beispielsweise mehr als 400 Unternehmen der Initiative RE100 angeschlossen und sich verpflichtet, zu 100% auf Ökostrom umzustellen. Wie sie dieses Ziel erreichen, hängt von vielen Faktoren ab, einschließlich ihres Tätigkeitsbereichs.

Anstatt sich auf Energiequellen aus fernen Ländern zu verlassen, kann die Nutzung von reichlich vorhandenen erneuerbaren Ressourcen einer bestimmten Region viele Vorteile mit sich bringen, wie etwa die Verbesserung der Eigenversorgung mit Energie und die Schaffung von Arbeitsplätzen.”

Junichi Watanabe, Managing Executive Officer/General Administrative Manager, Division Produktionsplanung, Seiko Epson Corporation

Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Quellen

„Unternehmen mit einem geringeren Strombedarf und stabilen Finanzen sind am besten dafür aufgestellt, auf erneuerbare Energiequellen zu wechseln. Unternehmen mit einem hohem Strombedarf, wie z.B. Unternehmen mit Öfen für die Glasherstellung, Schmelzöfen oder anderen groß angelegte Heizanwendungen, und Unternehmen mit sehr großen Flächen - beispielweise mit ausgedehnten Lagerhäusern und Montagebetrieben - haben möglicherweise größere Schwierigkeiten“, so Paul Holdredge, Director für Industrie und Transport bei der Beratungsfirma Business for Social Responsibility (BSR).
Ein Umstieg auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen ist durch die jüngsten Kostsenkungen wesentlich einfacher geworden. Laut der International Renewable Energy Agency (IRENA) war der Preis für Solarenergie im Jahr 2010 durchschnittlich 710 % höher als der Preis für den günstigsten fossilen Brennstoff, aber im Jahr 2022 war er 29 % niedriger2. Laut der International Renewable Energy Agency entfallen derzeit rund 20 % des Endenergieverbrauchs im verarbeitenden Gewerbe auf Strom, und dieser Anteil wird voraussichtlich noch steigen.

Der Preis für Solarenergie

Diagram showing that in 2010, the price of renewable energy sources were 710% higher than fossil fuels. Diagram showing that in 2023, the price of renewable energy sources were 29% lower than fossil fuels.

Die Herausforderungen in der Produktion

Aber nicht nur der Preisfaktor bestimmt die Fähigkeit eines Herstellers, auf 100 % erneuerbare Energie umzusteigen. Sowohl die erforderlichen Anfangsinvestitionen als auch Nachteile für „First Mover“ – die Einführung neuer Technologien ist teurer für Pioniere als für ihre Nachfolger – können eine vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien erheblich verlangsamen. Zusätzlich besteht das Problem der mangelnden Verfügbarkeit bestimmter erneuerbarer Energien in einigen Regionen und es ist Tatsache, dass die entsprechende Infrastruktur vorhanden sein muss, damit erneuerbare Energie geliefert werden können – dies kann kein Unternehmen allein bewerkstelligen.

Die Produktion benötigt im Vergleich zur Stromversorgung von Büros eine enorme Menge an Strom. In einigen Ländern oder Regionen, in denen das Angebot an Strom aus erneuerbaren Energien begrenzt ist, wie Japan, Taiwan und Singapur, ist erneuerbarer Strom viel teurer als herkömmlich produzierter Strom; dies stellt für Unternehmen, die erneuerbaren Strom kaufen, eine erhebliche zukünftige Kostenbelastung dar.

Epson arbeitet daran, den Einsatz nachhaltiger Energien auf breiter Basis fördern, trotz kurzfristiger Kostensteigerungen. Epson fördert Investitionen im Bereich Nachhaltigkeit, um Gemeinschaften zu bereichern und in zukünftige Generationen zu investieren, um so einen sozialen Mehrwert zu schaffen.

Lokal aktiv werden

Wo auch immer sie sich auf der Welt befinden und welche Arten von erneuerbaren Energiequellen ihnen zur Verfügung stehen, Unternehmen müssen sich an lokale, nationale und globale Umstände anpassen. Seiko Epson mit Sitz in Japan hat genau das getan. Nach dem Umstieg auf 100 % Ökostrom an allen Standorten in Japan im Jahr 2021 hat das Unternehmen diesen Umstieg an allen seinen Standorten weltweit zum Ende des Jahres 2023 vollzogen3.

Dieses Ziel konnte durch die konsequente Umsetzung von Dekarbonisierungszielen und die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien seit 2018 erreicht werden.

So setzt Seiko Epson beispielsweise in der Präfektur Nagano und in der Region Tohoku in Japan, wo es reichlich Wasser gibt, auf die Nutzung von Wasserkraft.

Auch außerhalb von Japan verfolgt das Unternehmen einen ähnlichen Ansatz. So wird auf den Philippinen beispielsweise auf lokale geothermische und hydroelektrische Quellen zurückgegriffen. In Indonesien hingegen wird noch eine andere erneuerbare Energiequelle genutzt – Energie aus nachhaltiger Biomasse.

Wie sich Epson an die lokalen Gegebenheiten angepasst hat

Map of Japan with 2 labels reading: 'Tohoku area: Epson taps into local hydropower to power its semiconductor fabrication plant.' 'Nagana Prefecture: Epson utilizes the abundant water sources to create hydoroelectric power.' Map of the phillipines with a label reading: Epson uses local geothermal and hydroelectic sources. Map of Indonesia with a label reading: 'Epson uses biomass power as its renewable source of energy'

„Wir haben, wo immer möglich, lokal erzeugte Energie verwendet“, sagt Junichi Watanabe, Managing Executive Officer/General Administrative Manager, Production Planning Division, dessen Rolle es ist, die Beschaffungsstrategien von Epson in der Lieferkette zu fördern, einschließlich der Verwendung von erneuerbarem Strom. „Anstatt sich auf Energiequellen aus fernen Ländern zu verlassen, kann die Nutzung von reichlich vorhandenen erneuerbaren Ressourcen einer bestimmten Region viele Vorteile mit sich bringen, wie etwa die Verbesserung der Eigenversorgung mit Energie und die Schaffung von Arbeitsplätzen“

Neben dem Kauf von Ökostrom unterstützt Epson zusätzlich die Entwicklung weiterer nachhaltiger Energiequellen. So begann das Unternehmen beispielsweise in Zusammenarbeit mit der Präfektur Nagano und dem japanischen Unternehmen Chubu Electric Power Miraiz Company, Inc., mit der Unterstützung von Wasserkraftwerken in der Präfektur Nagano. Zwei Wasserkraftwerke sind bereits in Betrieb (insgesamt 5.770 Kilowatt) und ein weiteres ist für 2024 geplant. Diese Zahl soll bis 2025 auf voraussichtlich fünf steigen.

Mit solchen Zielen können sich Unternehmen von der Masse abheben. „Basierend auf unserer Forschung ist die Festlegung eines kurzfristigen Ziels zur Nutzung von 100 % Ökostrom ein Beispiel für Führungsstärke und ein Unterscheidungsmerkmal. Einige Unternehmen haben auch Fahrpläne für einen Wandel über längere Zeiträume“, so Holdredge.

Zu den praktischen Methoden, die Unternehmen in Betracht ziehen sollten, gehören:

Wenn es um Systeme zur Erzeugung von Solarenergie geht, entscheiden die Epson Standorte je nach den individuellen Gegebenheiten des jeweiligen Landes oder der Region, ob sie sich für eine Eigeninvestition oder einen Stromabnahmevertrag (PPA) entscheiden. Die Lösung ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Die meisten Hersteller werden wahrscheinlich feststellen, dass eine Kombination aus diesen Elementen einen großen Beitrag zur Erreichung ihrer Ziele für erneuerbare Energien leisten kann.

Das durchschnittliche Zieljahr für die Nutzung von 100% erneuerbaren Energien unter den globalen Unternehmen des produzierenden Gewerbes, die sich der RE100 Initiative angeschlossen haben, ist 2050.

Darüber hinaus erkennen viele Hersteller wie Epson, dass ihre indirekten Treibhausgasemissionen aus der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3) viel höher als die Treibhausgasemissionen aus ihrem eigenen Stromverbrauch (Scope 2) sind. Die Reduzierung der Scope 2-Emissionen des Sektors durch den Einsatz erneuerbarer Energien – etwas, das der Sektor selbstständig tun kann – hat daher wahrscheinlich einen viel größeren Einfluss auf die Gesellschaft. Das frühzeitige Setzen von Zielen und das Demonstrieren der Haltung eines Unternehmens zur Bewältigung des Klimawandels sind der Schlüssel zum gemeinsamen Wohlstand mit Lieferanten und zu einer nachhaltigeren Gesellschaft.

„Für große Unternehmen ist der Return of Investment ein gutes Argument für Investitionen in erneuerbare Energien. Für kleinere Unternehmen kann dies zutreffen, aber es hängt von der geografischen Lage ab. Staatliche Anreize können den dringend notwendigen Wandel nur beschleunigen", sagt Christy Slay, Chief Executive Officer des Sustainability Consortium.

„Epson hat es geschafft, der Branche einen Schritt voraus zu sein, und ist nicht nur für Japan, sondern auch für die Welt mit gutem Beispiel vorangegangen.“

Christy Slay, Chief Executive Officer des Sustainability Consortium.

Die Zukunft einer umweltfreundlicheren Produktion

Für die Menschheit ist es ein großer Gewinn, wenn der Klimawandel angegangen werden kann, für die Unternehmen des produzierenden Gewerbes und ihre Aktionäre könnte der beste Ansatz aber auch wirtschaftliche Vorteile bringen.

Verbraucher und Investoren belohnen zunehmend Unternehmen mit umweltfreundlicherem Verhalten und machen dies zu einem wesentlichen Bestandteil der langfristigen Positionierung auf dem Markt. Darüber hinaus kann eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energiequellen und eine höhere Eigenerzeugung von Strom ein Unternehmen widerstandsfähiger gegen schwankende Strompreise auf dem freien Markt machen.

„Die Nutzung von 100 % erneuerbarer Energien ist schwierig, aber jedes Unternehmen sollte sich darauf konzentrieren, dies so gut wie möglich und so schnell wie möglich zu erreichen“, so Slay.

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