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Verwalten einheitlicher Farben auf den Ausdrucken

Relevante Produkte:

  • Adobe Photoshop CS2
  • Tintenstrahldrucker
  • Großformatdrucker
  • Multifunktionsgeräte

Erklärung:


Einführung

Wann haben Sie zum ersten Mal von der "Farbverwaltung" gehört? Als der Ausdruck nicht mit dem Bild auf dem Bildschirm übereinstimmte und Sie Geld und Druckfarbe investieren mussten, um die Farbeinstellung des Druckertreibers oder der Bildschirmanzeige anzupassen, um einen akzeptablen Ausdruck zu erhalten? Deshalb haben wir diesen kleinen Arbeitsablauf zusammengestellt, denen Sie Anwendungs- und Profileinstellungen entnehmen können, mit denen Sie einheitliche und vorhersagbare Farben erzielen. Sie erfahren, wie Sie die Farbverwaltung in Adobe Photoshop CS2 einrichten und anschließend über einen Epson-Treiber drucken. Den Arbeitsablauf veranschaulichen wir in Windows XP, unter Mac OS 10.4 ist er jedoch ähnlich. Als Beispiel dient in diesen Schritten der Drucker EPSON Stylus Pro 7800, doch ist der Arbeitsablauf bei anderen Epson-Druckern ähnlich.


Der Monitor ist Ihr Fenster für die Farbe

Computer Monitor
Für jede Arbeit mit Farben, die innerhalb des Arbeitsablaufs vorhersagbar und einheitlich sein sollen, ist ein gut kalibrierter und mit einem Profil eingestellter Monitor unerlässlich. Sie können keine Farbkorrekturen auf dem Bildschirm vornehmen oder Übereinstimmungen zwischen Bildschirm und Ausdruck erwarten, wenn der Monitor nicht kalibriert und kein Profil eingestellt ist.

Heute sind erschwingliche Gerätelösungen mit Kolorimeter oder Spektrophotometer in guter Qualität erhältlich. Entscheiden Sie sich für eine dieser Lösungen. Versuchen Sie nicht, eine visuelle Kalibrierung und Profileinstellung vorzunehmen, da Augen nicht präzise und wiederholbar genug funktionieren. Bei der Anwendung einer gerätebasierten Lösung wird beides ausgeführt – die Kalibrierung und die Profileinstellung. Die Kalibrierung sorgt dafür, dass der Monitor in einem optimalen, stabilen und wiederholbaren Status arbeitet. Die Profileinstellung beschreibt die Farbreproduktionsfunktionen des Monitors. Da sich die Anzeige mit der Zeit ändert, sollte die Profileinstellung für den Monitor regelmäßig wiederholt werden, mindestens einmal im Monat.


Tintenstrahldrucker sind RGB-Geräte

Im Allgemeinen sind Tintenstrahldrucker RGB-Geräte. Dies gilt auch, wenn sie Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz für den Druck verwenden können. Senden Sie daher an den Treiber eines Epson-Tintenstrahldruckers Bilddateien in RGB-Farben. Der Treiber des Epson-Tintenstrahldruckers konvertiert die Bilddaten anhand der Treibereinstellungen von RGB- in CMYK-Werte und berechnet, wie viel von den bis zu acht Druckfarben für die Reproduktion der einzelnen CMYK-Werte benötigt wird. Der Treiber berücksichtigt auch den verwendeten Medientyp. Im Allgemeinen kann auf RC-basiertem Fotopapier mehr Druckfarbe verwendet werden als auf einfachem Papier, bevor das Bild unscharf wird.



Farbeinrichtung in Adobe Photoshop CS2

Bevor Sie ein Bild zum Drucken öffnen, müssen Sie die Farbverwaltung der Anwendung richtig einrichten. In Adobe Photoshop beginnen Sie damit wie folgt.

Wählen Sie auf der Menüleiste Edit (Bearbeiten) und dann Color Settings (Farbeinstellungen) .


Das Dialogfeld Color Settings (Farbeinstellungen) wird geöffnet. Klicken Sie auf More Options (Weitere Optionen). Nun müssen Sie einen RGB Working Space (RGB-Arbeitsplatz) auswählen.


Ein geeigneter RGB-Arbeitsfarbraum ist nicht zu groß und deckt die meisten auf Ihrem Monitor und Drucker reproduzierbaren Farben ab. Im Allgemeinen ist Adobe RGB (1998) eine gute Wahl.

Wir ändern die anderen Arbeitsfarbräume nicht, da diese für die in diesem Dokument besprochene Art von Arbeitsablauf nicht relevant sind. Legen Sie als nächstes Color Management Policies (Farbverwaltungsrichtlinien) auf Preserve Embedded Profiles (Eingebettete Profile erhalten) fest. Aktivieren Sie alle Kontrollkästchen für Profile Mismatches (Falsch zugeordnete Profile) und Missing Profiles (Fehlende Profile). Damit stellen Sie sicher, dass geöffnete Bilder farblich korrekt angezeigt werden und Sie unnötige Konvertierungsschritte vermeiden.

Behalten Sie die Standardeinstellungen für die Conversation Options (Umwandlungsoptionen) bei. Bei Fotodrucken können Sie die Einstellung Perceptual (Wahrnehmung) oder Relative Colorimetric (Render Intent) (Relatives, kolorimetrisches Wiedergabeziel) verwenden.

Mit Black Point Compensation (Schwarzpunktkompensation) sorgen Sie dafür, dass Sie nach einer Farbraumkonvertierung keine unscharfen oder verwaschenen Schattenbereiche erhalten. Use Dither (Dithering verwenden) stellt sicher, dass in Farbverläufen keine Posterisierung auftritt.

Nun haben Sie die Farbeinstellungen für Adobe Photoshop vorgenommen und können das zu druckende Bild öffnen.



Öffnen von Bildern in Adobe Photoshop CS2

Wenn die folgende Meldung angezeigt wird, wählen Sie die Option Use the embedded profile (instead of the working space) (Eingebettetes Profil (statt Arbeitsplatz) verwenden) aus und klicken Sie auf OK. Das Bild besitzt ein eingebettetes Profil, das sich vom ausgewählten RGB-Arbeitsfarbraum unterscheidet. Mit einem farbverwalteten Arbeitsablauf zeigen Sie die Farben des Bilds korrekt an und Sie vermeiden zudem unnötige Konvertierungsschritte. Jede Konvertierung führt zu einem gewissen Verlust an Bildqualität .


Manche geöffneten Bilder sind nicht getaggt. Das heißt, diese Bilder besitzen kein eingebettetes Profil. In diesem Fall müssen Sie einen RGB-Arbeitsfarbraum zuweisen. Wenn Sie den ursprünglichen RGB-Arbeitsfarbraum nicht kennen, müssen Sie diesen erraten und einen RGB-Arbeitsfarbraum zuweisen.


Beginnen Sie dabei mit der Standardeinstellung Adobe RGB und klicken Sie auf OK. Wenn das Bild auf dem Bildschirm angezeigt wird, bewerten Sie die Ausgewogenheit und Sättigung der Farben, den Kontrast und die Farbtondifferenzierung bei hellen und dunklen Farben.


Wenn Sie der Meinung sind, dass das Gesamtaussehen des Bilds verbessert werden kann, wählen Sie Edit (Bearbeiten) und dann Assign Profile (Profil zuweisen) und versuchen Sie es mit sRGB oder einem anderen RGB-Farbraumprofil. Wenn Sie das Kontrollkästchen Preview (Vorschau) aktivieren, können Sie die Änderungen sofort sehen.


Wählen Sie letztlich ein Profil aus, das Ihrer Meinung nach die beste Farbsättigung und Farbtondifferenzierung bei hellen und dunklen Farben bietet. Welches RGB-Farbraumprofil würden Sie im Fall der unten angezeigten Bilder zuweisen?

sRGB ProPhoto RGB Adobe RGB
Zu ausdruckslos und kontrastarm. Zu stark gesättigt, rötlicher Hautton. Gute Farbtondifferenzierung und natürliche Hauttöne.


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Drucken in Adobe Photoshop CS2

Der Schlüssel zum einheitlichen und vorhersagbaren Farbdruck liegt in der Anwendung des richtigen Druckerprofils und der richtigen Medientypeinstellungen.


Öffnen Sie das Druckdialogfeld von Adobe Photoshop. Dieses finden Sie im Menü File (Datei) unter Print with preview (Mit Vorschau drucken). Wählen Sie dann die Druckeinstellungen aus, indem Sie auf Page Setup (Seiteneinrichtung) klicken.


Klicken Sie direkt auf Printer (Drucker). Wählen Sie im Pulldownmenü Ihren Drucker aus. Klicken Sie dann auf OK.


Wählen Sie die Einstellungen für Paper Size (Papierformat) und Paper Source (Papierzufuhr) für Ihren Drucker aus.

Wählen Sie Portrait (Querformat) oder Landscape (Hochformat) für die Einstellung Orientation des Bilds aus. Klicken Sie auf OK.


Klicken Sie auf More Options (Weitere Optionen)


Wählen Sie im Pulldownmenü Color Management (Farbverwaltung) aus.


Zusätzliche Optionen werden angezeigt.


  • Aktivieren Sie Print Document (Dokument drucken). Das aktuelle Profil des Bilds wird angezeigt. Wenn Sie unsere Vorschläge befolgt haben, ist dies Ihr aktueller Arbeitsfarbraum, Adobe RGB.

  • Wählen Sie unter Color Handling (Farbhandling) die Option Let Photoshop Determine Colors (Farben von Photoshop bestimmen lassen) aus.

  • Wählen Sie in Printer Profile (Druckerprofil) das richtige Profil aus. Dieses Profil gilt für Ihren Drucker und den für den Drucker verwendeten Papiertyp.

  • Wählen Sie als Rendering Intent (Wiedergabeziel) die Option Perceptual (Wahrnehmung) oder Relative Colorimetric (Relativ kolorimetrisch) aus. Beide Einstellungen sind für Fotos geeignet. Wenn das Bild stark gesättigte Farben enthält, erzielen Sie mit der perzeptiven Priorität (Rendering Intent) möglicherweise bessere Ergebnisse, da die Farbsättigung reduziert wird und die Farben somit in der Farbskala des Druckers liegen .

  • Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Black Point Compensation (Schwarzpunktkompensation). Damit stellen Sie sicher, dass die Schattendetails im Bild erhalten bleiben, da der vollständige dynamische Farbraum des Ausgabegeräts verwendet wird. Wir empfehlen, diese Option aktiviert zu lassen, da andernfalls völlig blockierte oder verwaschene Schattenbereiche entstehen können .

  • Klicken Sie dann auf die Schaltfläche Print (Drucken).

Überzeugen Sie sich davon, dass der Drucker im Pulldownmenü noch ausgewählt ist, und klicken Sie dann auf Properties (Eigenschaften).


Das Dialogfeld für den Epson-Druckertreiber wird geöffnet.


Aktivieren Sie Custom (Benutzerdefiniert) und klicken Sie auf die Schaltfläche Advanced (Erweitert).


  • Wählen Sie im Pulldownmenü den Media Type (Medientyp) aus, den Sie verwenden möchten .

  • Wählen Sie die Print Quality (Druckqualität) aus. Bei Fotos sollten Sie in den meisten Fällen einen Wert zwischen 720, 1440 und 2880 dpi auswählen .

  • Deaktivieren Sie die Einstellung High Speed, Edge Smoothing (Hohe Geschwindigkeit, Kantenglättung) und Finest Detail (Feinste Details).

  • Wählen Sie für Printer Color Management (Druckerfarbverwaltung) die Option Off (No Color Adjutment) (Aus (Keine Farbanpassung)). Wenn Sie dies vergessen, wendet der Druckertreiber auf das Bild zusätzliche Korrekturen an und erzeugt falsche Farben .

  • Je nach Druckertreiber kann sich die Einstellung Off (No color adjustment) (Aus (Keine Farbanpassung)) an unterschiedlicher Stelle befinden.

  • Klicken Sie zum Drucken auf OK und noch einmal auf OK.

Wenn Sie vor dem Drucken das Drucklayout der Seite anzeigen möchten, können Sie dies im Dialogfeld Print Preview (Druckvorschau) aktivieren. Diese Vorschau zeigt jedoch nur eine Layoutdarstellung des Bilds. Sie ist nur für die Verdeutlichung der Bildposition auf dem ausgewählten Papierformat sinnvoll. Verwenden Sie sie nicht für die Farbabstimmung .


Wenn Sie mit einem gut kalibrierten Monitor mit eingestelltem Profil arbeiten und die Empfehlungen für die Einrichtung befolgen, sollten Sie einen Ausdruck erhalten, der mit der Bildanzeige auf dem Bildschirm gut übereinstimmt. Wir empfehlen jedoch eine weitere Lektüre in Büchern und im Internet, da die Farbverwaltung ein komplexes Thema darstellt.



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