Zoo Hodonín bei Brünn entscheidet sich für Epson Projektoren

Film ab im Affenhaus!

Zoo Hodonín bei Brünn entscheidet sich für Epson Projektoren

Der rund 30 km südöstlich von Brünn gelegene Zoo Hodonín verwendet Projektoren, um Schimpansen, die den Großteil ihres Lebens in Gefangenschaft verbracht haben, wieder mit den Gegebenheiten in Freiheit vertraut zu machen.
 

Wildnis projiziert

Wird Sherley endlich Vater werden? Viele Besucher im Zoo Hodonín stellen sich diese Frage, wenn sie das Primatengehege besuchen. Hier lebt der männliche Schimpanse Sherley gemeinsam mit zwei Weibchen, die aus dem Zoo Liberec stammen und 2009 zu dem damals neunjährigen Sherley kamen. Ledier verliert Sherley, wie viele andere Tiere in Gefangenschaft, manche ihrer natürlichen Instinkte. Und so zeigt er bisher kein weiteres Interesse an seinen Mitbewohnerinnen. Deshalb entschied sich die Leitung des Zoos zu einem einmaligen Projekt. In Zusammenarbeit mit beteiligten Partnern installierte man Videoprojektoren, die Aufnahmen von in Wildnis lebenden Affen zeigten. Diese Videos, die im Durchschnitt fünf Stunden am Tag laufen, sollen die Affen dazu animieren, sich an ihr natürliches Verhalten wieder zu erinnern.

„Uns hat eine Studie inspiriert, in der Wissenschaftler die Reaktionen von Gorillas auf projizierte Bilder anderer Gorillas beobachtet haben“, erläutert Zoodirektor Martin Krug, der auf diese in Europa bislang beispiellose Idee gekommen ist. „In einigen Fällen gab es tatsächlich sehr gute Reaktionen der Tiere. Das aktuelle Projekt besteht im Wesentlichen darin, unserem Schimpansen passende Videos zu zeigen. Wir erwarten, dass die Tiere anfangen das Verhalten der Tiere aus den Filmen zu imitieren und so ihre natürliche Rolle innerhalb der Gruppe finden werden. In Zusammenarbeit mit der Comenius-Universität in Bratislava verwenden wir die Ergebnisse unserer Beobachtungen auch für Forschungszwecke. Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, mit Epson und unserem ansässigen Händler BajtServis passende Partner für dieses Projekt gefunden zu haben.“
 

Das genetische Reservoir im Zoo Hodonín

Leider ist die Zahl der in Freiheit lebenden Schimpansen in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Die Art, um die es hier geht, lebt getrennt von anderen Unterarten in den Regenwäldern südlich des Kongo in Westafrika und ist für ihren Erhalt daher besonders auf ihren Lebensraum angewiesen. Doch auch von dieser Art gibt es heute nur noch schätzungsweise 10.000 Tiere. Sollte die verbleibende Population beispielsweise von einer Seuche befallen werden, könnten die Tiere innerhalb weniger Monate oder sogar Wochen aussterben. Überall auf der Welt versuchen Zoos daher Wege zu finden, diese Art für künftige Generationen zu bewahren. Wenn es gelänge, eine ausreichende Anzahl Schimpansen in Gefangenschaft zu züchten, würde ein genetisches Reservoir an Tieren entstehen, die dann später wieder in die Wildnis entlassen werden könnten.

Der Zoo Hodonín ist einer von nur zwei Zoos in der Tschechischen Republik, der in der Lage ist, diese Schimpansenart aus Ober-Guinea zu halten. Sherley gehört zu dieser besonderen Unterart und wäre somit ein idealer Kandidat, um für Nachkommen zu sorgen, jedoch, gleichwohl im besten (Schimpansen-)Alter, scheint er an einer Vaterschaft nicht interessiert zu sein.

„Sherley interessiert sich mehr dafür, wie man Flaschen aufbekommt oder Leckereien aus dem künstlichen Termitenhügel holt“, kommentiert Zoodirektor Krug. Er ist der Meinung, dass er sich anders verhalten würde, wenn er mit anderen männlichen Schimpansen interagieren könnte. Doch ist dies unter den gegebenen Bedingungen für den Zoo nicht möglich. An dieser Stelle kommt Epson Technologie ins Spiel. Sie soll helfen, den Schimpansen von Hodonín wenigstens teilweise etwas vom Leben in der Wildnis zu vermitteln.

„Zum ersten Mal erlebe ich, dass unsere Technologie Teil eines Projekts wird, das einen Beitrag zum Überleben einer Spezies leistet“, erklärt Pavel Dvoracek, Business Account Manager von Epson. „Die Installation unserer Projektoren in den Schimpansenkäfigen als Anwendung ist unglaublich.“

„Bei der Auswahl des passenden Projektors war eine hohe Bildqualität von entscheidender Bedeutung“, erörtert Aleš Zezula, Inhaber des Unternehmens BajtServis, das die Geräte im Zoo installiert hat. „Die Schimpansen sollen den Eindruck bekommen, dass das, was sie als Projektion sehen, real ist. Und da auch unsere Besucher die Videoprojektion sehen sollen, kam nur eine Hintergrundprojektion in Betracht.“

„Von allen Herstellern und Modellen entsprachen die Projektoren von Epson wegen ihrer 3LCD-Technologie am ehesten unseren Vorstellungen. Dank dieser Technologie sehen die Farben des projizierten Bildes lebendig und natürlich aus. Wir entschieden uns schließlich für den Epson EB-1955, der auch leistungsstark genug ist, um bei Tageslicht ein angenehm helles Bild zu projizieren“, fügt Zezula hinzu.

Sherleys Reise aus dem Dschungel über einen Zirkus bis in den Zoo Hodonín

Als junger Schimpanse war Sherley der Liebling eines Zirkus. Er schnappte sogar Kinderlieder über das Kochen von Haferbrei auf. Der Zoo Hodonín wurde zu seinem neuen Zuhause, als er neun war. Die Tierpfleger können sich noch gut an seine Ankunft erinnern – er kam in T-Shirt und Hosen an der Hand seines Begleiters. Aber seitdem ist er gewachsen und aufgrund seiner enormen körperlichen Stärke ist der Umgang mit ihm unter Umständen nicht ganz ungefährlich - auch, weil seine Reaktionen nicht immer denen eines in der Wildnis aufwachsenden Exemplars entsprechen. Doch es gibt eine Möglichkeit, seine Geschichte doch noch zu einem glücklichen Ende zu führen. Seine Gene könnten für Nachkommen sorgen, die eines Tages wieder in die Freiheit entlassen werden und so zu einem Fortbestehen dieser Spezies beitragen.