Zeitungsproof beim Zeitverlag mit Epson

Zeitungsproof beim Zeitverlag mit Epson

Auf eine sehr hohe Qualität setzt der ZEIT Verlag in Hamburg nicht nur bei den Inhalten sondern auch in der Produktion mit Epson Proofsystemen.

Im Februar 1946 erschien in Hamburg zum ersten Mal die Wochenzeitung DIE ZEIT. Die erste Ausgabe hatte lediglich einen Umfang von acht Seiten und das in der Nachkriegszeit rationierte Papier reichte nur für eine Auflage von 25.000 Exemplaren. Seitdem hat DIE ZEIT eine der großen Erfolgsgeschichten unter den deutschen Medienhäusern geschrieben – ganz entgegen der derzeit weit verbreiteten Krise im Zeitungsgeschäft. Heute ist sie mit über 500.000 verkauften Exemplaren die größte Qualitätszeitung Deutschlands.

Die Zeitung, die vor allem für gründlich recherchierte Hintergrundberichte steht, zählte im Laufe seiner Geschichte bekannte Persönlichkeiten wie den Bundeskanzler a. D Helmut Schmidt zu seinen Herausgebern. Für ihre hohe Qualität wurde DIE ZEIT 2017 erneut für das weltweit beste Zeitungsdesign ausgezeichnet. Die Begründung der Jury: „In jeder Hinsicht außergewöhnlich“.

Hoher Qualitätsanspruch

Der hohe Qualitätsanspruch der Berichterstattung spiegelt sich auch in der Produktion der Wochenzeitung wider. So legen die ZEIT-Macher großen Wert auf ein qualitativ hochwertiges Erscheinungsbild und es werden große Anstrengungen in der gesamten Produktionskette unternommen, um dies sicherzustellen.

2006 wurde bei der ZEIT das digitale Zeitungsproofing eingeführt, um die das Layout und die Farben der Zeitung möglichst genauso wiederzugeben wie sie im späteren Druck erscheinen werden.

Pascal Struckmann, Hersteller beim Zeit-Verlag, erklärt, dass sämtliche Seiten der Zeitung vor dem Druck mindestens einmal auf Farbe und Stand geprooft werden. Dabei findet der Proof auf dem späteren Auflagenpapier, einem leicht gelblichen Zeitungsdruckpapier mit einem Gewicht von nur 42,5 Gramm pro Quadratmetern statt.

Als dann im letzten Jahr klar wurde, dass der alte Großformat-Tintenstrahldrucker, der diese Aufgabe lange erledigt hatte, so langsam in die Jahre kam, machte sich Frank Siemienski, der technische Koordinator des Zeit-Verlags auf die Suche nach einem Ersatz.

Spezielles Anforderungsprofil

Dabei war das Anforderungsprofil durchaus anspruchsvoll. Allein die Menge der zu proofenden Seiten liegt bei der ZEIT wöchentlich zwischen 60 und 80 Seiten im „nordischen Format“ (400 x 570 Millimeter). Hinzu kommen diverse Beilangen und Magazine.

Ein besonderes Problem stellte allerdings das leichtgewichtige Auflagenpapier dar, auf dem geprooft wird. Zum einen ist es so dünn, dass die Transportmechaniken vieler Tintenstrahldrucker überfordert sind und es zu Papierstaus kommt, zum anderen ist das Zeitungsdruckpapier ungestrichen und neigt dazu, die Düsen der Tintenstrahldrucker mit Staub zu verstopfen. Dass die Druckqualität bei alledem stimmen muss, versteht sich von selbst.

Erfreulicherweise ging der Auswahlprozess für den neuen Proofdrucker trotz der speziellen Anforderungen relativ schnell vonstatten. Der langjährige technische Dienstleister der ZEIT, das Hamburger IT-Medien und -Systemhaus BB+J, das auch von Epson zertifiziert ist, wies Frank Siemienski darauf hin, dass Epson vor kurzem die SureColor SC-T-Serie auf den Markt gebracht hatte, die speziell auch für leichtere Papiere ausgelegt ist. Zudem sind diese Großformatdrucksysteme mit besonders hochwertigen Druckköpfen ausgestattet, die sich auch gut für Proofzwecke eignen. Grund genug für Frank Siemienski und Pascal Struckmann eine Teststellung zu ordern.

Dieser Test erwies sich als sehr zufriedenstellend. Daraufhin wurde der Epson SureColor SC-T7200D, der Papiere bis zu einer Breite von 111,8 Zentimetern bedruckt, im März 2019 von BB+J beim ZEIT Verlag installiert - inklusive der ersten Kalibrierung des Druckers sowie der Erstellung der entsprechenden Profile.

„Für den Zeitungsproof arbeiten wir in der Regel mit den Farben Cyan, Magenta, Gelb und Matte Black“, wie Pascal Struckmann erläutert „das ebenfalls im SureColor SC-T7200D vorhandene Photo Black nutzen wir in erster Linie, wenn wir mit der zweiten Papierrolle des Systems arbeiten, die mit einem mattweißen Papier mit einem Gewicht von 120 Gramm pro Quadratmeter bestückt ist und für den Druck von Postern für Veranstaltungen des Verlags zum Einsatz kommt.“ Zur Ansteuerung des Großformatdruckers kommt eine EFI-Software zum Einsatz, in der für jede der Rollen ein eigener Workflow definiert ist. Je nachdem aus welchem Hotfolder der Druckauftrag stammt, wird entweder auf dem Auflagen- oder auf dem Posterpapier gedruckt.

Technisch einwandfreier Ablauf der Produktion

Neben dem großformatigen SureColor SC-T7200D setzt der Verlag auch drei kleinere Epson-Proofer der 4900er-Serie ein, die mit zehn Farben arbeiten. „Auf diesen Systemen proofen wir vorwiegend die Magazine des ZEIT Verlags, insbesondere dann, wenn zum Beispiel auf den Titelseiten Sonderfarben zum Einsatz kommen, denn mit den zehn Farben erreichen wir eine sehr hohe Abdeckung der Pantone-Farben“, betont Pascal Struckmann.

„In erster Linie wollen wir in der Herstellung mit Hilfe der Proofgeräte einen technisch einwandfreien Ablauf der Produktion gewährleisten können und mit dem SureColor SC-T7200D und den kleineren Proofern gelingt uns das“, so der Hersteller. Insgesamt ist er hochzufrieden mit den Epson-Drucksystemen. Das neue Epson Großformat-Proofsystem läuft seit seiner Installation stabil, die Druckqualität ist hoch und der Tintenverbrauch gering. „Selbst bei unserem hohen Durchsatz kommt der Großformatdrucker durchschnittlich zwei Monate mit lediglich einem Kartuschensatz aus“, schließt Pascal Struckmann.

Der Zeitverlag wird ausgerüstet von:

bb+j GmbH & Co. KG
Hohenesch 13 - 17
22765 Hamburg

Fon:  +49 40 / 298 12 330
www.bbundj.jimdo.com