Shrektakuläre Projektionen

Zauberspiegeleffekt

Shrektakuläre Projektionen

Wie erweckt man die Welt einer animierten Figur zum Leben, die rund 4 Mrd. Euro Umsatz an den Kinokassen erzielte, damit zu den erfolgreichsten Charakteren aller Zeiten gehört und gleichermaßen von Kindern und Eltern geliebt wird?

So ungefähr sah die kurze Projektbeschreibung aus, mit der sich das Filmstudio DreamWorks und die Merlin Entertainments Group an das junge Londoner Unternehmen "Seeper" wandten, das auf die Organisation großer, immersiver Events spezialisiert ist. Der Auftrag lautete, eine Reihe Attraktionen für den neuen Themenpark „Shrek's Adventure“ in South Bank, London, zu entwickeln.

Eine Reise durch den Park dauert etwa 90 Minuten und beinhaltet Interaktionen mit Schauspielern und atemberaubende technische Tricks. Der Aufbau einer Shreks Welt entsprechenden Umgebung in der Phantasie der Besucher war dabei wesentlicher Teil des Auftrags. Geschäftsführer Ed Daly hierzu:

„Wir wurden schon früh in das Projekt einbezogen und arbeiteten gemeinsam mit Merlin und DreamWorks an praktischen Ideen für das Skript. Dieser außerordentlich kreative Teil, bei dem wir wie wild mit den unterschiedlichsten Ideen spielten, war sehr unterhaltsam. Uns waren aber auch bestimmte Grenzen gesetzt: So war der nutzbare Raum begrenzt und wir arbeiteten außerdem in einem denkmalgeschützten Gebäude. Unser Ziel blieb jedoch, Besucher eine 'magische' Erfahrung machen zu lassen, indem wir sie an einen weit entfernten Ort bringen, um so bei ihnen bleibende Erinnerungen zu hinterlassen.“

Um diesen magischen Ort zu erschaffen, in dem sich die Besucher wie im Märchenland von Shrek, Prinzessin Fiona und dem Esel fühlen sollten, verwendete "Seeper" Projektoren von Epson in Verbindung mit Animationen, speziellen Beleuchtungen, Sound und 4D-Effekten. Zu den 4D-Elementen zählten physische Reize wie Wind, Nebel oder auch Gerüche. Die Welt von Shrek gehört zu den technisch aufwändigsten Attraktionen, die Merlin jemals hervorgebracht hat.

Das Fantastische wird lebendig

Obgleich Projektion den Hauptbestandteil des Konzepts bildete, wollte "Seeper" weiter gehen. Statt Videoinhalte einfach nur auf großen Leinwänden darzustellen, suchte das Team nach Möglichkeiten einer weitergehenden, reichhaltigeren Projektion mit einem Anflug von 3D.

Dies erreichte "Seeper", indem Figuren auf erhabene Hintergründe projiziert wurden und ganz unterschiedliche Objekte als Projektionsfläche verwendet wurden. Eingestzt wurde hierfür eine hauseigene, innovative Mapping-Software für Projektionen, die bei Zuschauern so den Eindruck eines Hologramms entstehen lässt. Dieses Projektionsmapping wird im gesamten Themenpark verwendet, zum Beispiel auch in der Szene mit der Wahrsagerin, die in 3D erscheint und die Shreks Kopf in einer Kristallkugel auftauchen lässt. Hier nutzte "Seeper" eine Kugel und umgab sie mit einer weiteren durchsichtigen Kugel, sodass es aussah, als befände sich die Projektion innerhalb der Kugel und nicht auf ihr.

In einer anderen Szene tanzt der gestiefelte Kater durch eine Kneipe und schlägt Bierflaschen mit seinem Schwert auf – während Flüssigkeit ins Publikum gesprüht wird. Er scheint auch einen echten Haarballen auszuspucken, den ein Schauspieler in Verkleidung des Wirts auffängt. Dies war eine große Herausforderung und erforderte viel Feinabstimmung, um die Positionen, die Geschwindigkeit und das Timing der Schauspieler auf die Animation abzustimmen.

Auch im letzten Teil des Abenteuers waren die technischen Anforderungen hoch: Ein magisches Portal wurde erschaffen, in dem die Besucher einen 360º-Projektionsraum betreten, der sie zurück nach London bringt. Ed Daly hierzu: „Dieser Abschnitt war äußerst schwierig. Stellen Sie sich einen kleinen Raum mit einer niedrigen Decke vor, gerade groß genug für etwa vierzig Besucher – hier eine 360º-Projektionsabdeckung zu erreichen war nahezu unmöglich. Es hat etliche Durchläufe und Simulationen benötigt, bis wir eine Möglichkeit fanden die Projektoren so aufzustellen, dass das Publikum keine Schatten warf. Da Projektion in unserem Themenpark von zentraler Bedeutung war, entschieden wir uns für Epson Projektoren, darunter acht EB-G6900WU Installationsprojektoren mit einer Helligkeit von 6.000 Lumen.“

Die Projektorauswahl ist entscheidend

"Seeper" entschied sich aus einer Reihe von Gründen für Epson Projektoren. Sehr wichtig waren dabei eine hohe Bildqualität und Helligkeit, da sich Teile des Themenparks auch in beleuchteten Bereichen befanden.

„Die Epson Geräte liefern dank 3LCD-Technologie eine Helligkeit von 6.000 bis 10.000 Lumen in Full HD. Dank Edge-Blending, geometrischer Korrektur und horizontalem wie vertikalem Lens-Shift sind die Geräte sehr flexibel darin, auf Oberflächen gemappte Inhalte zu projizieren“, so Ed Daly.

Die 3LCD-Technologie sorgt mit ihren drei Chips für bis zu dreimal hellere Bilder und einem bis zu dreimal größeren Farbraum als vergleichbare 1-Chip-Projektoren. Das Ergebnis sind lebendige und naturgetreue Farben sowie kontrastreiche und kristallklare Bilder – besonders wichtig im Shrek-Themenpark, der sich sehr auf Bewegtbilder verlässt, um Zuschauer anzuziehen.

Um auch in engen Räumen großflächige Projektionen zu erreichen, entschied man sich für den Einsatz von Epson ELPLU01-Weitwinkelobjektiven. Auch die integrierten, zusätzlichen Verkabelungsaufwand einsparende HDBaseT-Schnittstellen (die Signale für Netzwerk, Steuerung, Audio und Video sind in einem Kabel vereinen), die schwarzen Gehäuse sprachen für Epson Projektoren. Die Netzwerkanschlüsse der Geräte ermöglichten "Seeper" eine Remoteüberwachung sowie den von ihnen geschaffenen „magischen Ort“ auf einfache Weise aus der Ferne zu steuern.

Kontrollierte Magie

Der gesamte Themenpark wird zentral gesteuert. Von Geruch- und Raucheffekten bis hin zu Sound und Licht wird alles über ein einziges Tablet geregelt. "Seeper" wird dabei zusätzlich und frühzeitig über jedes Geschehnis informiert, das eventuell einen Eingriff erfodert. So wird das Risiko von Unterbrechungen minimiert.

„Wir wollten, dass der Themenpark einfach, zuverlässig und effizient ist“, erklärt Ed Daly. „Die gesamte Technologie kommuniziert mit dem zentralen Steuerungssystem der Show. Dafür haben wir Web-basierte Bedienfelder entwickelt, damit das Team vor Ort via Smartphone oder Tablet den Park überwachen und Elemente der Show auslösen kann. Auch die Darsteller selbst treiben die Erzählung der Show voran. Mit versteckten Knöpfen, Lichtern und Sounds werden die Darsteller synchron zu dem Rest der Aufführung gehalten und können zum Beispiel Türen öffnen, Lichter einschalten oder Sounds, Videos und weiteres aktivieren. Für den Besucher wirkt dies alles wie ein einziger Event mit magischen Momenten. Die Epson Projektoren sind ein wesentlicher Bestandteil der Show. Mit ihnen können wir dieses weit, weit entfernte Land in das Herz Londons bringen.“