Glasklare Argumente für den Tintenstrahldruck im Büro

Schnell und energieeffizient – f | glass GmbH arbeitet mit Epson

Glasklare Argumente für den Tintenstrahldruck im Büro

Die Firma f | glass GmbH produziert im Werk in Osterweddingen bei Magdeburg (Sachsen-Anhalt) seit 2009 Flachglas. Der Betrieb wurde von AGC/Interpane und Scheuten gegründet und beschäftigt heute rund 230 Mitarbeiter.

f | glass GmbH fertigt in einem der weltweit modernsten Floatglas-Werke ihr Glas. Das Werk selbst ist fast einen Kilometer lang, allein die Produktionsstraße misst mehr als 700 Meter. Die Energieaufwendungen in der Glasproduktion sind traditionell hoch. Der Floatglas-Prozess dauert etwa eine Woche. Über den gesamten Herstellungsprozess vom Einschmelzen des Gemenges bei circa 1.500 Grad über die Formung auf dem Zinnbad bei immer noch circa 600 Grad bis hin zur kontrollierten Kühlung auf 60 Grad wird also enorm viel Energie benötigt.

Energieeffiziente Maßnahmen im Produktionsprozess und darüber hinaus zu finden, liegt somit im Interesse des Unternehmens. Für Betriebe im produzierenden Gewerbe gibt es hierfür die ISO-Zertifizierung 50001, die bei Erhalt zudem die Möglichkeit zur Energiesteuerrückerstattung bietet. Die Zertifizierung erlangen Unternehmen nur für ein effizientes Energiemanagement, in dem alle Aktivitäten dokumentiert sein müssen. f | glass GmbH betreibt kontinuierliches Energiemanagement und ist seit 2015 ISO 50001 zertifiziert.

Wir sprachen mit Dr. Thomas Belgardt Geschäftsführer und Mario Tomiak, Leiter IT, vom Glashersteller f | glass über neue Ansätze für das Energiemanagement, die über Optimierungen im Produktionsprozess hinausgehen und einen ganzheitlichen Ansatz von Umweltaktivitäten und Energieeffizienz zeigen.

 „Bei allem, was wir tun, denken wir über unsere Energieverbräuche und deren Einsparpotenziale nach. Dies haben wir auch in unserer Einkaufsrichtlinie festgeschrieben. Die Themen Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit im Energieumfeld müssen bei allen Anschaffungen berücksichtigt werden“, sagt Dr. Thomas Belgardt, Geschäftsführer der f | glass GmbH. „Dies gilt explizit nicht nur für die Produktion, sondern auch für alle Bereiche wie z. B. die IT oder in unseren Büros. Alle Bausteine müssen ineinandergreifen und jede noch so kleine Einsparung trägt zu dem bestmöglichen Resultat bei.“

 „Im Herstellungsbereich wie dem unseren denkt man meist zunächst an Optimierungspotenziale bei der Produktion, einfach weil hier die höchsten Energiekosten entstehen. Schnell vergisst man dabei, wie wichtig auch andere Bereiche sein können, z. B. die Büro-Infrastruktur“, sagt Mario Tomiak, Leiter IT bei f | glass. „Aber auch hier finden sich interessante Chancen für Einsparungen. Die Energiekosten sind da ein Punkt. Darüber hinaus geht es aber auch um Aspekte wie Wartungsarmut, Gesundheit am Arbeitsplatz oder Müllvermeidung. Das sind Themen, die aktiv von den Mitarbeitern eingefordert werden. So haben wir mit den Epson Druckern auf Tintenstrahlbasis hier eine optimale Lösung gefunden.“

Seit Dezember 2017 setzt f | glass Epson Business Ink Geräte im Backoffice, im Materiallager und in der Versandabteilung (Lieferscheinwesen) ein.  Im Materiallager kommt ein Arbeitsplatzgerät Workforce Pro R-5690 zum Einsatz, ein sogenanntes RIPS (Replacable Ink System) Gerät, das mit Tintenbeuteln statt Patronen ausgestattet ist und mit einem Satz Tinte eine Reichweite von bis zu 86.000 Seiten (Farbe beim C869R) erreicht. Neben klassischen Druckjobs werden hiermit insbesondere Faxe versendet und zumeist Lieferscheine gescannt. In der Buchhaltung nutzt f | glass einen WorkForce Pro WF-C869R von Epson. Auch dieser arbeitet mit den reichweitenstarken Tintenbeuteln. Es ist ein Standgerät, das hauptsächlich für klassische Druckaufgaben in der Finanzabteilung genutzt wird. „Die Maschine steht hier am Arbeitsplatz. Gesundheitsmanagement ist  gerade dort ein wichtiges Thema. Es fällt kein Ozon an und Tonerstaub ist auch kein Thema mehr“, sagt Mario Tomiak. „Die Tintenbeutel reichen für voraussichtlich anderthalb Jahre, Beschaffungsvorgänge fallen weg, Lagerhaltung kann gespart werden. Der gesamte Prozess ist viel einfacher, der Wechsel der Beutel trivial.“

Das meiste Druckaufkommen verzeichnet f | glass in der Versandstelle. Hier ersetzt die Epson Enterprise den Laserdrucker. Die Enterprise Maschine basiert auch auf Tintenstrahltechnologie, eignet sich besonders für hohe Druckaufkommen mit einer Druckgeschwindigkeit von 100 Seiten pro Minute. Wöchentlich verlassen im Schnitt 200 LKW mit Glasscheiben das Lager.  Etwa 20.000 Seiten Versandpapiere werden dafür pro Monat gedruckt.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Epson Enterprise. Die Mitarbeiter kamen von sich aus auf mich zu und haben mir gesagt, wie klasse sie die Maschine finden. Ein Lieferauftrag umfasst etwa um die fünf Seiten. Bei dem Laserdrucker, der vorher im Einsatz war, mussten sie jedes Mal warten, bis gedruckt wurde, nun geht alles viel schneller. Es gibt keine Wartezeiten mehr, das entspannt die Mitarbeiter merklich. Dass so ein kleiner Effekt solche positiven Auswirkungen auf die Arbeitsatmosphäre hat, damit haben wir gar nicht gerechnet“, so Tomiak weiter.

Gerade im Versand sind Stillstandzeiten ein großes Thema. Das eigentliche Auslieferungsfenster liegt zwischen 6 und 18 Uhr. Gearbeitet wird wochentags rund um die Uhr. Die Maschine ist seit Dezember 2017 im Dauereinsatz, bis dato gab es noch keinen Verschleiß oder eine nötige Wartung bzw. einen Wechsel von Verbrauchsmaterial.

„Ehrlich gesagt, war es für mich eine Barriere, mich mit dem Thema Tintenstrahldruck für unsere Büro-Infrastruktur auseinanderzusetzen. Für mich waren diese Geräte etwas für die Nutzung zu Hause“, sagt Mario Tomiak. „cubeoffice hat uns allerdings überzeugt, dem Thema eine Chance im Büroumfeld zu geben. Nach unserem ausführlichen Test und nun nach einiger Zeit im Einsatz zeigen sich für mich beim Thema Business Ink nur Vorteile. Ein sehr geringer Energieverbrauch im Vergleich zu Lasergeräten als ein Baustein für ein ganzheitliches Energiemanagement, geringer Abfall, geringere Lagerhaltung, einfache Prozesse beim Wechsel von Verbrauchsmaterial, besseres Gesundheitsmanagement am Arbeitsplatz und keine Wartezeiten mehr beim Drucken – es sind so viele positive Aspekte auf einmal, dass man einfach überzeugt sein muss.“

Business Ink Geräte von Epson benötigen aufgrund der modernen Tintenstrahltechnologie bis zu 96 Prozent weniger Strom als vergleichbare Laserdrucker, da sie für den Druck nicht aufheizen müssen. Sie produzieren kein Ozon und erzeugen deutlich weniger Abfall durch reichweitenstarke Tintenbeutel.

Die Firma f | glass GmbH wird vom IT-Service cubeoffice in Magdeburg betreut. „Die Argumente für die Tintenstrahltechnologie sprechen für sich. Neben den Energiekosten und dem Energiemanagement stand bei diesem Projekt die Mitarbeiterzufriedenheit am Arbeitsplatz, der nachhaltige Einsatz aber auch einfaches Handling der Geräte im Vordergrund. Mit einem Test konnten wir die f | glass GmbH überzeugen. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit“, sagen die Geschäftsführer Gerald Hartmann und Matthias Kunert.

Zusatzinfos

Die Glasherstellung basiert hier auf einem Floatglas-Prozess: Ein Sandgemisch, das sogenannte Gemenge, wird bei ca. 1.500 Grad Celsius eingeschmolzen; es entsteht das flüssige Glas. Dieses flüssige Glas kommt in eine Abstehwanne, damit sich die Blasen, die sich noch darin befinden, absetzen. Im nächsten Schritt fließt das Glas mit immer noch über 1.000 Grad Celsius auf ein Zinnbad. Hier erhält das Glas seine planparallele Grundform und wird auf die gewünschte Dicke gebracht. Es hat zu diesem Zeitpunkt immer noch etwa 600 Grad Celsius. Das nun schon geformte endlose Glasband kommt in einem nächsten Schritt in einen Rollenkühlofen, hier wird es kontrolliert auf ca. 60 Grad Celsius heruntergekühlt und im Anschluss geschnitten, geprüft und kann dann verladen werden. Der Prozess vom Einschmelzen des Gemenges bis hin zur produzierten Glasscheibe dauert etwa eine Woche.

                                                                                                                                                                                                                                                 

                

Diese Beschreibung lässt erahnen, dass der Energieaufwand und damit auch die entstehenden Energiekosten zur Glasproduktion sehr hoch sind. Für Betriebe im produzierenden Gewerbe gibt es die Möglichkeit zur Energiesteuerrückerstattung, Voraussetzung hierfür ist die Zertifizierung ISO 50001. Die Zertifizierung erlangen Unternehmen für ein effizientes Energiemanagement. Um die Zertifizierung zu erhalten, müssen Aktivitäten im Energiemanagement dokumentiert werden.                                                                                                                                    

Mario Tomiak ist Leiter der IT bei der f | glass GmbH. Er betreut regelmäßig die Audits zu Zertifizierungen, auch zu ISO 50001.