Flexible, vollständig automatische Produktion von Autoschlüsseln

Spider-Roboter entsprechen den Vorschriften der Autoindustrie

Für die vollautomatische Fertigung von Autoschlüsseln wird bei Huf México eine Sondermaschine eingesetzt, die verschiedene Schlüsselsets für PKW der Marken Ford und Lincoln für den amerikanischen Markt vereinzelt, fräst, vermisst, kommissioniert und palettiert.

Anspruchsvolle und komplexe Anforderungen

Zu den anspruchsvollen Aufgaben für die Roboter gehören die präzise Bearbeitung der Schlüsselrohlinge, die Verarbeitung eines großes Teilespektrums auf einer einzigen Maschine sowie ein hoher Durchsatz auf engstem Raum zu erzielen.

Eine flexible, vielseitige Lösung

Für diese Aufgabe eignet sich der Epson Spider ideal. Dank der Deckenmontage und dem perfekt zylindrischen Arbeitsbereich wird die Anlagenperipherie frei und direkt unterhalb des Roboters angebracht.

Gesteuert werden die Epson Spider vom Epson Controller RC620+. Über das Bediener-Interface wird die gesamte Maschine zentral bedient. Das zu bearbeitende Produkt wird einfach am Bildschirm angewählt – die Produktion kann beginnen. Zusätzlich ermöglicht die intuitive Epson Entwicklungssoftware RC+ inklusive Simulator kurze Integrationszeiten.

Der Automatisierungsprozess orientiert sich am Produktaufbau. Ein Schlüsselsatz besteht in der Regel aus drei Schlüsseln, die aus Rohlingen gefräst werden:

• Erster Rohling: Er ist Bestandteil des ausklappbaren Funkschlüssels und dient dem späteren Besitzer des PKWs als Hauptschlüssel.
• Notschlüssel: Diesen nutzt der Autofahrer beispielsweise bei Verlust des Hauptschlüssels.
• Valet Schlüssel: Damit kann das Fahrzeug durch einen Fahrer eines Parkservices an Flughäfen, Hotels und bei Veranstaltungen eingeparkt werden. Mit diesem Schlüssel läßt sich das Handschuhfach aber nicht öffnen.

Nachdem die Rohlinge als Schüttgut über die Stufenförderer vereinzelt und orientiert worden sind, werden diese in eine exakte Prüf- und Abholposition geschoben. Dort erfolgt zunächst eine optische Kontrolle: Eine Kamera überprüft dabei das Logo im Griffteil des Schlüssels. Danach kann der erste Epson Spider zugreifen.

Der Roboter fährt zur Fräsmaschine, wo das Teil vom Roboter exakt in die Frästasche eingeführt wird. Diese Fräszeit nutzt der Epson Spider, um den nächsten Rohling abzuholen. Durch eine kombinierte Bewegung aus vertikalem Z-Hub und 180°-Drehung der U-Achse tauscht der Roboter Fertigteil gegen Rohteil.

Während die Fräsmaschine die gewünschte Schließung erzeugt, fährt der Spider mit dem fertig gefrästen Schlüssel zur Schwenkeinheit, die das Teil in den Arbeitsbereich des zweiten Spiders schwenkt. Dieser gesamte Ablauf wird für den Notschlüssel wiederholt. Sollte der Fräsvorgang einmal nicht korrekt verlaufen sein, erfolgt eine Ausschleusung als NIO-Teil.

Der zweite Epson Spider

Der zweite Epson-Spider erledigt das Entgraten, die abschließende Vermessung und das Abpalettieren der Schlüssel. Für diese Aufgaben ist er mit einem Einfachgreifer ausgerüstet. Eine hochgenaue Analogmessstation stellt sicher, dass die strengen Qualitätsstandards der Automobilindustrie eingehalten werden.

Abschließend erledigt Epson Spider 2 die satzweise Palettierung der fertigen Schlüssel in Trays. Er ist dabei in der Lage, vier relativ große, 300 mal 400mm-Paletten ohne Traywechsel zu füllen - eine Eigenschaft mit der sich Traywechselzeiten erheblich reduzieren lassen. Abschließend werden die befüllten Paletten zur weiteren automatisierten Verarbeitung aus der Zelle gefördert.