Feuerbekämpfung mit der Moverio Smart--Brille

Die Feuerwehr schult mit der Moverio BT-200

Feuerbekämpfung mit der Moverio Smart--Brille

„Unser Fluchtweg wurde abgeschnitten.“ Dies waren die letzten Worte von Eric Marsh, dem Gruppenführer der Granite Mountain Hotshots, einem Elite-Team von Waldbrandbekämpfern in Arizona. Keiner der 19 Granite Mountain Hotshots schaffte es lebend heraus.

Marshs letzte Meldung vom 30. Juni 2013 verdeutlichen nicht nur die Gefahr eines von Flammen umgebenen Teams, sondern auch die Mängel der Kommunikation zwischen Feuerwehrleuten und der Zentrale.

Niemand wird Feuerwehrmann, ohne sich über die Gefahren dieser Arbeit bewusst zu sein. Unter den fast 1,2 Millionen Feuerwehrmännern und -frauen in den Vereinigten Staaten sind 780.000 Freiwillige. Das sind Menschen, die ohne Bezahlung brennende Gebäude betreten, um Leben zu retten.

Rob Dearden ist ein freiwilliger Feuerwehrmann und zugleich Angestellter der New Frontier Technologies in North Kansas City, Missouri. Seine Erfahrungen als Feuerwehrmann und seine Kenntnisse über moderne Technologie befähigten ihn, eine Anwendung für die Epson Moverio BT-200 Brille zu entwickeln, um genau solche Mängel der Kommunikation zwischen Feuerwehrleuten zu beheben.

Ein Augmented-Reality-Trainingsprogramm

Alles begann bei einem Google Hackathon, wo Dearden auf Mike Sterle-Contala von der McGill Universität Montreal traf. Die beiden entwickelten auf der Veranstaltung gesammelten Ideen weiter und schufen ein Augmented-Reality-Trainingsprogramm für Ersthelfer.

„Mit dieser Zielsetzung begannen wir, ein Ortungssystem für das Innere von Gebäuden zu entwickeln. Wir erstellen eine virtuelle ‚Brotkrumen-Spur‘, wie wir sie nennen, um Feuerwehrleuten einen Weg hinein und hinaus zu markieren“, erläutert Dearden. „Dieses Verfahren ermöglicht es, Such- und Rettungsaktionen auch bei schlechter oder sogar ohne Sicht durchzuführen.“

Die digitalen Markierungen oder ‚Brotkrumen‘ werden zusätzlich verwendet, potentielle Gefahren wie zum Beispiel Schwachstellen im Fußboden zu markieren oder mögliche Auswege durch Türen und Fenster. Solche virtuellen Markierungen erhöhen die Sicherheit der Feuerwehrleute in vielerlei Hinsicht, wobei zwei Punkte besonders hervorzuheben sind: Wenn ein Feuerwehrmann aufgrund von Sauerstoffmangel oder einer Verletzung die Orientierung verliert, helfen ihm diese Markierungen, in Sicherheit zu gelangen - und falls er einen Notruf absetzt, findet ihn das Eingreifteam dank der 'Brotkrumen-Spur' viel schneller.

Die Moverio BT-200 ist die passende Lösung

Viele Feuerwehren verwenden inzwischen Drohnen. Rob Dearden suchte zusätzlich nach Wegen, die Videoaufnahmen aus der Luft mit GPS-Technologie zu verbinden, um die so gewonnenen Daten den Brandbekämpfern am Boden verfügbar zu machen. „Wenn sich eine Gefahrensituation entwickelt, kann die Basis das Team zeitig warnen und Fallen, wie die in Arizona, ließen sich möglicherweise vermeiden“, erklärt Dearden. „Wenn eine Gruppe von Feuer umgeben ist, kann ihm die Basis zeigen, wo dessen schwächste Stelle liegt. So ist es eventuell immer noch möglich zu entkommen, selbst wenn sich die Mitglieder des Teams dabei verletzen.“

Dearden hat für seine Lösung noch viel vor. Unter anderem plant er Temperatursensoren, Beschleunigungsmesser und Wärmebildaufklärung zu integrieren, um beispielsweise Brände auf der anderen Seite einer Tür zu erkennen. „Ich muss mich manchmal wirklich selbst zurückhalten“, sagt er, „immer wieder muss ich mich daran erinnern, zuerst die elementaren Dinge ans Laufen zu bekommen, bevor ich mich um den Rest kümmern kann.“

Die Epson Moverio BT-200 ist Deardens erste Wahl für seine Lösung. Im Moment ist er jedoch auf der Suche nach finanziellen Mitteln, um seine Ideen in die Praxis umsetzen zu können. „Alles begann mit der Entwicklung einer Trainingssoftware, aber nun geht das Konzept weit darüber hinaus.“