Fehlerfreie Prozesse

Etikettendrucker von Epson sorgen bei Eastman Chemicals für sichere Abläufe

Fehlerfreie Prozesse

Eastman ist ein weltweit tätiges Unternehmen der Feinchemie, das eine Vielzahl von Produkten herstellt, die heute in jedem Haushalt zu finden sind, beispielsweise Klebstoffe, Farben und dergleichen. Hinzu kommen Produkte für die Landwirtschaft, Grundstoffe für Kosmetika,
Kunststoffe und vieles mehr.

Eastman mit Hauptsitz in Kingsport, Tennessee, USA, unterhält Niederlassungen in gut 100 Ländern der Erde und beschäftigt weltweit mehr als 13.000 Mitarbeiter. Wie bei allen Unternehmen der chemischen Industrie, so sind auch bei Eastman optimale Logistikprozesse Pfl icht, um eine verlässliche Lieferkette aufzubauen und im Wettbewerb bestehen zu können. An seinem Produktionsstandort Middelburg in den Niederlanden, wo Kunstharze hergestellt und Gummi harze modifi ziert werden, unterstützen Etikettendrucker von Epson die zügige Bearbeitung einkommender Warenströme.

Verläss lichkeit und Sicherheit stehen an oberster Stelle

Gerade in der Produktion und Verarbeitung chemischer Substanzen kommt es auf 100-prozentig verlässliche Prozessabläufe an. Das beginnt mit der Anlieferung und Prüfung eingehender Stoffe über die interne Weiterleitung innerhalb des Eastman- Werks bis hin zur Auslieferung der Endprodukte an die Kunden des Unternehmens. Viele dieser Substanzen durchlaufen eine Reihe von Prüfinstanzen und Qualitätskontrollen, bevor sie weiterverarbeitet werden. Damit Chargen ankommender Stoffe identifiziert und getestet warden können, verwendet man bei Eastman Etiketten, die beispielsweise Auskunft über Art, Herkunft und gefährliche Eigenschaften der Stoffe geben.

Zusätzlich enthalten die Etiketten eindeutige Identifikationsdaten der Proben, die nach dem Eingang genommen wurden, so dass die Ergebnisse der ausgeführten chemischen und physikalischen Analysen an der richtigen Stelle angezeigt werden. Dabei sind manchmal pro Charge ein bis vier selbstklebende Etiketten nötig, begleitet von einer Checkliste und anderen Lieferdokumenten, die mit eindeutigen Identifizierungsmerkmalen versehen sind (gedruckt mit demselben Drucker in einem anderen Format).

Bei Eastman im Einsatz: Etikette ndrucker Epson TM-C3400

Gedruckt werden die Etiketten mit drei Epson Etikettendruckern der TM-C3400-Serie. Hierbei handelt es sich um tintenbasierte Drucker für farbige, wischfeste Etiketten. Gerade die Wischfestigkeit ist wichtig, um sicherzustellen, dass Etiketten während des Verarbeitungsprozesses nicht unleserlich werden.

„Die spezifischen Prozessabläufe bei Eastman lassen keinen Raum für Fehler“, erläutert Ando den Engelsman, Quality Specialist bei Eastman Chemical in Middelburg. „Wir sind daher auf ein Etikettensystem angewiesen, das die Warenströme innerhalb des Werks und alle Abläufe der Qualitätskontrolle zuverlässig und nachverfolgbar unterstützt. Die Systeme von Epson eignen sich in dieser Hinsicht ideal für uns."

Das Eastman-Werk in den Niederlanden hat mit den Systemen von Epson neue Wege eingeschlagen. Als erstes Werk des Konzerns arbeitet Middelburg mit einer Komplettlösung für Etiketten, die direkt in die Logistikkette des Unternehmens eingebunden ist und aus dem Epson TM-C3400-Drucker (LASSIE2) und der Software NiceLabel besteht, beide geliefert von ALTEC Industrial Identification. Das erste Gerät wurde vor zwei Jahren installiert, die zwei anderen dann ein halbes Jahr später. Die Etikettendrucker lösten damit ein etwas „verwässertes“ System ab, bei dem unklar war, in welchem Schritt der Logistikkette sich das Material momentan befand.

Die tintenbasierten Drucker der Epson TM-C3400-Serie produzieren farbige und wischfeste Etiketten. Gerade die Wischfestigkeit ist ein zentrales Qualitätskriterium, denn sie stellt sicher, dass Etiketten während des Verarbeitungsprozesses nicht unleserlich werden.

Etiketten für Qualitätskontrolle und Dokumentenmanagement

Je eines der Epson TM-C3400-Geräte steht im „Quality Control Laboratory“ (Labor für Qualitätskontrolle) und in der Abteilung Technik (Abteilung für Support und Entwicklung), ein weiteres an der Pforte des Werks. Die ersten beiden Geräte warden verwendet, um hochwertige Etiketten für Laborzwecke herzustellen, während das dritte Gerät über das LIMS-System an das SAP/R3-System gekoppelt ist, wodurch Informationen über das Produkt (Name, gefährliche Eigenschaften, Produktnummer), Entladestelle sowie Bestellinformationen erhalten werden können. Abhängig von den Daten werden in der Regel drei unterschiedliche Etiketten erstellt:

Ein so genanntes CoA-Etikett (Certificate of Analysis), das die Qualitätsprüfung des Lieferanten anzeigt. Ein ADR-Etikett (Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route) oder Gefahren-Label, das beispielsweise Zoll-Kontrollen der Ladung im LKW ermöglicht und ein weiteres Etikett für Muster (1 bis 4 Stück), die aus einer Charge genommen wurden. Auf diese Weise lassen sich Material und Dokumente problemlos verknüpfen. So kommen pro Jahr etwa 350 Meter Etiketten pro Epson TM-C3400 zusammen.

Spezialist für sichere Etikettierung

„Der Epson TM-C3400 eignet sich gerade für anspruchsvolle und sicherheitsrelevante Etikettier-Aufgaben, wie sie bei Eastman gefordert sind“, erläutert Ties Schepers, Senior Key Account Manager Systems Devices Benelux bei Epson. Dank der wischfesten, gegen Wasser und viele andere Flüssigkeiten unempfindlichen Epson DURABrite Ultra Pigmenttinte sind die Drucke lange haltbar.

Ein weiterer sicherheitsrelevanter Vorteil der Tintenstrahl- gegenüber der alternativen Thermotransfertechnologie: Thermotransferbänder können Abdrücke sensibler Daten enthalten. Mit einer Druckgeschwindigkeit von 92 mm/Sek. und dem integrierten automatischen Papierschneider erstellt Eastman bis zu 100 Etiketten in weniger als drei Minuten. „Dass die Etikettendrucker zudem Endlos-Rollen verarbeiten, war ein weiterer Grund, der für Epson sprach. So lassen sich ohne Rollenwechsel Etiketten in unterschiedlicher Größe drucken“, ergänzt Ando den Engelsman. Im täglichen Gebrauch spielt zudem die Haftfähigkeit der Etiketten eine Rolle: Im Qualitätslabor warden beispielsweise Sprühflaschen etikettiert. Diese Etiketten dürfen sich auch unter mechanischem Druck nicht ablösen.

Der Epson TM-C3400 ist insbesondere für anspruchsvolle Etikettier- Aufgaben geeignet, bei denen die Prozesssicherheit im Vordergrund steht. Hier ist die Tintenstrahltechnologie der Thermotransfertechnologie deutlich überlegen. Dank der Epson DURABrite Ultra Pigmenttinte sind die Drucke lange haltbar. Außerdem hinterlässt das Druckverfahren keine Spuren sensibler Daten, wie dies bei Thermotransferbändern der Fall ist.

Optimal organisierte Prozesse

Wenn ein LKW mit chemischen Grundstoffen im Werk Middelburg ankommt, übergibt der Fahrer dem Mitarbeiter am Tor die Frachtpapiere, die dann im SAP/R3 erfasst werden. Das ERP-System generiert ein Inspection Lot, also ein Prüflos für eine Analyse im Qualitätslabor auf Basis des Wareneingangs, wobei zugleich ein elektronisches Muster im LIMS erfasst wird. Liegen alle Daten vor, werden die notwendigen Etiketten und die dazu gehörende Checkliste ausgedruckt und dem Fahrer in einem Ordner übergeben. Am Entladepunkt wird in der Regel eine Materialprobe genommen, mit einem Etikett versehen und zusammen mit dem Ordner an das Qualitätslabor geschickt. Nur mit Genehmigung des Labors kann das Material entladen werden. Nach dem Entladen wird der Ordner wieder zur Kontrollstelle zurückgegeben, wo auch die Checklisten aufbewahrt werden. Eine Lieferkette funktioniert nur dann fehlerfrei, wenn jedes Teil mit dem nächsten verzahnt ineinandergreift. Ohne deutlich lesbare, farblich abgesetzte Sichtetiketten sind Chargen nicht eindeutig zu identifizieren und Fehler schleichen sich ein. „Die Epson Drucker sind daher ein essentieller Bestandteil unseres Qualitätsprozesses – und sie verrichten ihre Aufgaben gewohnt zuverlässig“, betont der Qualitäts-Spezialist. Die Installation in den Niederlanden ist im Eastman-Konzern wegweisend: So informierte sich erst kürzlich eine Einrichtung aus Singapur über die Etikettenlösung in Middelburg.