Augmented Reality in der Oper

Epson Multimedia Brille ermöglicht ein neues Opernerlebnis

Augmented Reality in der Oper

Augmented Reality hat die Oper erreicht: Die Lösung „Opera Touch" in Verbindung mit der Epson Moverio Multimedia Brille ermöglicht Opernfreunden eine neue Art, Opern zu genießen.

Die Operngesellschaft Opus Lírica vereint mit einer neuartigen Opernaufführung, während der dem Publikum via Augmented Reality Lösung zusätzliche Informationen über die Darbietung angeboten werden, Tradition und Moderne.

Während einer Aufführung von Verdis Oper „La Traviata" kam die App „Opera Touch" in Verbindung mit der Epson Moverio Multimedia Brille zum ersten Mal zum Einsatz. Rund 50 Besucher haben diese neue Art der Opernaufführung im Kursaal Auditorium in San Sebastián, Spanien, getestet.

Die Aufführung

Jeder Besucher mit einer Epson Moverio BT-200 Multimedia Brille erhielt die spanischen Untertitel des italienischsprachigen Librettos der Oper in sein Sichtfeld eingeblendet, ohne den Blick verändern zu müssen und dadurch eventuell das Geschehen auf der Bühne zu verpassen. Dank Augmented Reality verfolgt das Publikum – anders als bei Lösungen, die zum Beispiel mit über oder neben der Bühne angebrachten Monitoren arbeiten – die Aufführung störungsfrei.

Die Möglichkeiten von Augmented Reality in der Oper beschränken sich dabei aber nicht nur auf die Einblendung von Untertiteln. Es ist ebenfalls möglich, synchron zu der Darbietung auf der Bühne Zugriff auf die Gesangspartitur oder weitere begleitende Informationen anzubieten.

Die durch Augmented Reality zusätzlichen angebotenen Informationen werden bei dieser Lösung direkt in das Sichtfeld des die Epson Moverio Brille Tragenden eingeblendet. Dies ermöglicht ein neuartiges, umfassenderes Erlebnis einer Aufführung.

Bequem und einfach zu bedienen

Chomin Martín, Präsident der Operngesellschaft Opus Lírica, erklärt: „Das Moverio System ist für den Opernbesuch der Zuschauer geradzu revolutionär.“ Das mühelose Verfolgen der Untertitel, ohne dabei die Vorführung aus dem Blick zu verlieren, macht das Erlebnis für den Besucher noch intensiver. Statt Untertitel auf Monitoren an der Bühnenseite anzuzeigen, wie es in anderen Opernhäusern oft der Fall ist, erscheinen die Untertitel hier direkt im Blickfeld jedes Besuchers.

Xavier Zatarain, Entwicklungsleiter der App „Opera Touch", erläutert: „Derzeit werden Untertitel oft am Rande einer Bühne angezeigt. Das Publikum hat es daher schwer, der Übersetzung des Librettos und dem Geschehen auf der Bühne gleichzeitig zu folgen.“

Beim Test im Kursaal erhielten die Besucher die Untertitel synchron zu der Vorführung angezeigt. Auch digitale „Bravo!“-Rufe sind mit der Moverio Multimedia Brille möglich.

Neue Realitäten

Die Epson Moverio Multimedia Brille verfügt über zwei Mikroprojektoren, deren Projektionen im Sichtfeld des Trägers wie Bildschirme erscheinen. So lassen sich auf der Moverio laufende Apps bequem von unterwegs verwenden, ohne die reale Umgebung aus den Augen zu verlieren. Da ein Benutzer der Moverio Brille anders als beim Einsatz eines Tablets oder Smartphones auch beide Hände frei hat, erhält er zusätzliche Möglichkeiten, mit dem Erlebten zu interagieren. Der Träger der Moverio Brille wird außerdem nicht durch umständliche Bedienung eines Gerätes abgelenkt.

Die Besucher der Premiere von „La Traviata“, welche die Moverio Multimedia Brille nutzten, betonten, wie wichtig es ist, bei Live-Vorführungen von zum Beispiel Opern, Raum für technische Innovationen zu schaffen. Ihrer Meinung nach ließe sich dadurch auch jüngeres Publikum stärker begeistern. Die von der Moverio in den Untertiteln angebotenen Übersetzungen vereinfachen zudem die Aufführungen fremdsprachiger Stücke in anderen Ländern.

Verdis „La Traviata“ im Kursaal von San Sebastián war der erste Test der „Opera Touch" Anwendung in einer Opus Lírica-Produktion. Angesichts des Erfolges dieses Experimentes wird es jedoch nicht der letzte gewesen sein – die Moverio Multimedia Brille ist auf bestem Weg, eine begeisternde Opernbegleitung zu werden.