Welcher Beamer ist der Richtige? Teil 9

Bei der Nutzung von Beamern ist nicht nur das Gerät an sich entscheidend, sondern auch die richtige Wahl der Leinwand von Bedeutung. Epson erklärt welche qualitativen Merkmale für die perfekte Bildprojektion ausschlaggebend ist.

Welcher Beamer ist der Richtige? Teil 9

Darf es ein bisschen mehr sein?

Gute Projektoren bieten vor allem eins: ein glasklares Bild mit bestechenden Farben auf der Leinwand. Es gibt allerdings Momente, in denen es durchaus noch etwas mehr sein darf. Dann schlägt die Stunde für spezielles Zubehör, mit dem aus einem gelungenen Vortrag ein beeindruckender wird.

Zubehör ist das Salz in der Suppe eines jeden technischen Geräts. Auch für professionelle Redner und Präsentatoren bieten Hersteller von Beamern eine vielfältige Palette an Funktionen, die den Vortrag einfacher gestalten oder die Darstellung verbessern. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Leinwand. Ihre Qualität entscheidet letztlich darüber, wie viel Licht des Projektors auch im Auge des Betrachters ankommt.

Silver Screen

Grundsätzlich kann zwischen drei verschiedenen Bildwandmodellen unterschieden werden: fest montierte Rahmenbildwände, ausziehbare Rollobildwände und portable Stativlösungen. Fest montierte Leinwände sind weder zusammenklapp- noch ausziehbar. Das Tuch ist also in einen festen Rahmen eingespannt. Das hat den Vorteil, dass es garantiert keine Falten in der Bespannung gibt. Das Bild ist garantiert störungsfrei. Der größte Nachteil dieser Variante: Die Wand, an der die Leinwand hängt, lässt sich nicht anderweitig nutzen. Das ist bei Rollleinwänden anders. Manuell oder per Motor rollt sich das Tuch bei ihnen auf eine Achse und bei Bedarf wieder aus. Bei einer Rollobildwand spielt jedoch die Qualität des Tuches eine große Rolle: Es muss glatt und dick sein, damit es im ausgerollten Zustand keine Falten und Wellen bildet. Die mobile Stativleinwand hingegen darf nicht dick sein. Sie muss sich möglichst leicht und kompakt zusammenlegen lassen, um auf Reisen mit möglichst wenig Gewicht zu punkten. Ein weiteres Auswahlkriterium ist die Tuchsorte, die zum Einsatz kommen soll. Perlbildwand, Silberbildwand, Kristallbildwand, Metallbildwand, Stoffleinwand und Kunststoffbildwand sind nur einige Beispiele. Ähnlich wie bei Projektoren gibt es auch bei Leinwänden eine kaum zu überblickende Vielfalt an Tüchern für jeden Einsatzzweck. Eine für die Auswahl wichtige Kenngröße ist hierbei der Leuchtdichtefaktor oder „Gain-Faktor”. Er gibt an, um welchen Faktor das Licht in eine bestimmte Richtung stärker oder schwächer reflektiert wird als bei einer Normweißfläche. Ein Gain-Faktor von 1,0 bis 1,3 kennzeichnet ein gleichmäßiges Abstrahlverhalten für eine Bildwand (mattweiß). Ein höherer Gain-Faktor signalisiert ein gebündeltes Reflektionsverhalten in eine bestimmte Vorzugsrichtung. Je nach Aufstellungsort des Projektors ist dabei die passende Leinwand zu wählen. Auch hier hilft die Fachberatung im Geschäft bei der Auswahl der optimalen Reflexionsfläche.

Neben einem geeigneten Tuch kommt es hierbei auf die passende Leinwandgröße an. Für ihre Bestimmung hilft der Projektionsabstandsrechner von Epson.

Objektiv gesehen

Der schärfste Projektor und die beste Leinwand zusammen garantieren noch kein perfektes Bild, wenn die verbaute Optik dieses Zusammenspiel nicht zu 100 Prozent unterstützt. Gerade bei großen Installationsgeräten gibt es daher die Möglichkeit, unterschiedliche Objektive zu verwenden – je nach Aufstellungsort und Einsatzzweck lassen sich diese Geräte mit unterschiedlichen Objektiven bestücken, beispielweise spezielle Zoom- oder Weitwinkeloptiken.

Blick aus allen Richtungen

Objekte in Echtzeit projizieren? Auch das geht. Der Desktop Visualiser ELP-DC11 ist ein Aufnahmesystem von Epson, das sich direkt an einen Projektor anschließen lässt. Eine Fünf-Megapixel-Kamera, die an einem Schwenkarm befestigt ist, nimmt Objekte auf und überträgt die Bilder in Form einer Multimediapräsentation an den Beamer. Auch Foto- oder Videoaufnahmen sind möglich. Der obere Teil des Arms lässt sich um 90 Grad parallel zur Auflagefläche schwenken. So sind auch Aufnahmen von einem Flipboard möglich. Für den wissenschaftlichen Einsatz hat Epson den ELP-DC11 mit einem Anschluss für Mikroskope ausgestattet.

Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten einer derartigen Kamera machen sie zu einem wichtigen Begleiter für Lehre und Ausbildung.

Weitere Informationen: 

Epson ELPDC11

Rückblick:

Welcher Beamer ist der Richtige? Teil 8