Welcher Beamer ist der Richtige? Teil 5

Der fünfte Teil der "Welcher Beamer ist der richtige für mich" beschäftigt sich mit den Schnittstellen eines Projektors. Es gibt eine große Bandbreite von Anschlüssen, die von Cinch-Video bis zu LAN-Anschlüssen reichen. Welcher nun für bestimmte Funktionen benötigt wird, erklärt Epson.

Welcher Beamer ist der Richtige? Teil 5

Anschluss gesucht: Wichtige Tipps zum Thema Schnittstellen

Wer sich die Rückseite eines Projektors schon einmal genauer angesehen hat, wird dort eine Vielzahl an Anschlüssen bemerkt haben. Wir erklären in Teil 5 unserer Reihe „Welcher Beamer ist der richtige für mich“, welche Schnittstellen es gibt und warum sich ein Blick auf den hinteren Teil eines Projektors lohnt.

Die Präsentation steht, der Laptop läuft, und der Projektor ist aufgestellt. Jetzt geht es darum, zwischen beiden eine Verbindung herzustellen. Schließlich müssen die Daten vom Computer, Notebook, Smartphone, Tablet-PC, Blu-Ray-Player oder anderen Zuspielern auf den Projektor übertragen werden. Doch wie wird der Beamer am besten mit der Quelle verbunden? Dies geschieht über Schnittstellen – auch Interface genannt.

Schnittstellen wie Sand am Meer

Die zahlreichen Anschlüsse eines Beamers nehmen wir im Folgenden etwas genauer unter die Lupe und erklären, welche Schnittstelle für was gut ist.

Am Beispiel des Epson EB-1925W möchten wir Ihnen die Bedeutung und Funktionsweise sämtlicher Anschlüsse erläutern, die Ihnen zur Verfügung stehen, um Ihren Beamer mit Ihrer Quelle zu verbinden. Je nach Modell können die vorhandenen Anschlüsse natürlich variieren. Im Folgenden unterscheiden wir zwischen analogen (grau) und digitalen (rot) Anschlüssen zur Bildübertragung; Audio-Anschlüssen (grün) sowie Schnittstellen zur Steuerung (blau) und Datenübertragung (gelb). Zudem widmen wir uns der drahtlosen Verbindung (orange).

Video analog

Analoge Video- und PC-Schnittstellen werden bereits seit vielen Jahren eingesetzt. Aufgrund von Digital-Analog-Wandlung bieten sie heute im Vergleich zum rein digitalen Anschluss eine weniger gute Bildqualität, sind jedoch in vielen älteren Quellgeräten wie beispielsweise DVD Player, Videorekorder oder Laptop immer noch präsent.

Cinch-Video:
Der Cinch-Video-Anschluss wird auch Composite-Anschluss genannt. Zur besseren Erkennbarkeit ist er in der Regel gelb ummantelt. Da die Übertragung nur über einen Kanal erfolgt, ist die Bildqualität auf einem niedrigen Niveau angesiedelt.

S-Video:

Der S-Video-Anschluss wird auch S-VHS-Anschluss genannt. Gegenüber dem Cinch-Video-Anschluss arbeitet er mit zwei Kanälen (Helligkeit/Farbe). Qualitativ ist er dadurch etwas besser als der Cinch-Video-Anschluss, es zeigen sich jedoch auch Einschränkungen. Diese sind mit der Anfälligkeit des Signals zu erklären, was sich beispielsweise in Bildstörungen niederschlägt.

VGA:

Der VGA-Anschluss ist ein 15-poliger Anschluss zur Bildübertragung auf analoger Basis. Er wird auch D-Sub 15 genannt und ist bei Notebooks und PCs häufig zu finden. Im Vergleich zu anderen analogen Anschlüssen bietet er eine gute Bildqualität. Er lässt sich mit dem Ein- oder Ausgabegerät verschrauben.

YUV:
Der YUV-Anschluss wird auch Komponentenanschluss genannt und ist ein analoger Videoanschluss mit drei Kanälen (Lichtstärke und zwei Farbkanäle). Gemeinsam mit der RGB-Übertragung (VGA, siehe oben) ist er qualitativ der beste analoge Videoanschluss.

Video digital

Zurzeit bieten digitale Anschlüsse die beste Qualität in der Bildübertragung, da sie gegenüber analogen Anschlüssen mit deutlich mehr Übertragungskanälen arbeiten.

HDMI:
Der HDMI-Anschluss ist digital und für die Übertragung von Bild und Ton zuständig. Der HDMI 1.4 (High Speed) ist auch für die Übertragung von 3D-Inhalten in Full-HD geeignet.

DVI:
-D: Digitaler Anschluss für die Bildübertragung. Er lässt sich am Ein- und Ausgabegerät verschrauben. Eine Adaptierung auf HDMI ist für die           Bildübertragung möglich.

-I: Digitaler und analoger Anschluss für die Bildübertragung. Er lässt sich am Ein- und Ausgabegerät verschrauben. Auch hier ist eine Adaptierung auf HDMI für die Bildübertragung möglich.

-A: Analoger Anschluss für die Bildübertragung. Er lässt sich am Ein- und Ausgabegerät verschrauben.

Steuerung

Steuerungsanschlüsse dienen der Signalübertragung von Steuerungssignalen. Sie werden hauptsächlich bei Festinstallationen verwendet, bei denen das Gerät selbst ferngesteuert werden muss beziehungsweise mit der normalen Fernbedienung nicht mehr erreicht werden kann.

RS-232:
Über den RS232-Anschluss lassen sich Steuerungssignale an den Projektor übertragen, um ihn zum Beispiel an- und auszuschalten.

LAN:
Der LAN-Anschluss ist in der Regel zur Übertragung von Steuerungsdaten ausgelegt und löst immer häufiger den RS232-Anschluss als Steuerungsschnittstelle ab. Bei einigen Geräten bietet er auch die Möglichkeit der Datenübertragung und Fernwartung.

USB Typ B:
Der USB-Typ-B-Anschluss wird hauptsächlich für die Übertragung von Steuerungsdaten verwendet. So wird die Steuerung von Präsentationen oder ähnlichem über die Fernbedienung des Beamers ermöglicht.

Sound

Audio-Anschlüsse bieten die Möglichkeit, Tonsignale in den Beamer zu leiten, um seinen integrierten Lautsprecher zu nutzen. Hinzu kommt bei Audio-Ausgängen die Möglichkeit, das Signal durch den Projektor hindurch zu schleifen. Die Audio-Anschlüsse liegen in den meisten Fällen in analoger Form vor.

3,5 mm Klinke:
IN: Der 3,5 mm-Klinkenanschluss (Eingang) bietet bei Geräten mit internen Lautsprechern die Möglichkeit, ein Tonsignal von einer externen Quelle an das Gerät zu senden und darüber auszugeben. Bei PC-Soundkarten ist diese Variante sehr verbreitet.

OUT: Der 3,5 mm-Klinkenanschluss (Ausgang) bietet die Möglichkeit, ein Tonsignal, das durch einen 3,5 mm-Klinkeneingang an das Gerät geleitet wird, durch den Projektor zu schleifen. Dies kann beispielsweise bei der Installation von externen Lautsprechern in der Umgebung des Projektors genutzt werden.

Stereo Cinch:
Der Stereo Cinch-Anschluss bietet bei Projektoren mit integriertem Lautsprecher die Möglichkeit, ein Tonsignal an den Projektor zu senden. Im Vergleich zum 3,5 mm-Klinkenanschluss bieten die Stereo Cinch-Kabel bessere Übertragungsqualität auf längeren Strecken.

Datenübertragung

Als Datenanschluss wird die klassische USB-Typ-A-Schnittstelle bezeichnet, da der Projektor hierüber in der Lage ist, Medien direkt von Datenträgern abzuspielen.

USB-Typ-A:
Der USB-Typ-A-Anschluss wird in der Regel für externe Speichermedien wie USB Sticks verwendet, um Multimedia-Inhalte (Bilder, Videos, Powerpoint etc.) über den Beamer wiederzugeben.

Drahtlos

Neben der Übertragung von Bildsignalen per Kabel wird zunehmend auch auf eine kabellose Datenübertragung zurückgegriffen. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um eine WLAN (WiFi)-Verbindung. Hierzu befindet sich ein Empfänger im Projektor, der dann von einem WLAN-Sender, der sich zum Beispiel im Notebook befindet, „angesprochen“ wird.

WLAN:
Über WLAN lassen sich bei den hierfür vorgesehenen Geräten Bilder, Texte sowie Präsentationen übertragen. Bei einigen Projektoren ist es auch möglich via WLAN über Apps von Smartphones Daten wiederzugeben. Epson bietet zum Beispiel mit der iProjection App eine solche Möglichkeit, Inhalte wie Bilder und Dateien, die auf einem iOS-Gerät gespeichert sind, ganz einfach drahtlos zu projizieren. Auch Android-Geräte werden unterstützt.

 

Epson-Businessprojektoren wie die Geräte der EB-19xx-Reihe sind mit allen modernen Schnittstellen ausgerüstet – inklusive HDMI, USB, D-Sub und LAN-Anschluss.

Im nächsten Teil unserer Serie „Welcher Beamer ist der richtige für mich“ geben wir Ratschläge, was Sie unternehmen können wenn das Bild nicht so gerade ist, wie es sein sollte.

Weitere Informationen:

Epson EB-1925W

Epson iProjection: Dokumente und Fotos drahtlos projizieren

Rückblick: 

Welcher Beamer ist der Richtige? Teil 4

Vorschau: 

Welcher Beamer ist der Richtige? Teil 6