Welcher Beamer ist der Richtige? Teil 4

Damit Bildprojektionen nicht unschaft oder verpixelt sind, ist es wichtig, dass auf die Einstellung der Formate - also die Auflösung - geachtet wird. Der vierte Teil der "Welcher Beamer ist der richtige für mich" hat einige wichtige Tips und Tricks in Erfahrung gebracht.

Welcher Beamer ist der Richtige? Teil 4

Ein Projektor von Format

Stimmt die Auflösung eines Projektors nicht oder wurde zu klein gewählt, erscheinen die projizierten Bilder unscharf oder pixelig. Sitzen Sie nahe an der Leinwand, sehen Sie die Bildpunkte einzeln – nicht gerade optimal, um sich lange auf einen Vortrag konzentrieren zu können. Im vierten Teil unserer Reihe geben wir einen Überblick über die vielen Formate und Auflösungen, die moderne Projektoren heute bieten – und wie beides zusammenhängt.

Die Auflösung beschreibt die Gesamtzahl der horizontalen und vertikalen Bildpunkte einer Grafik oder eines digital projizierten Bildes. Da sich dieses Maß unabhängig in verschiedenen bildgebenden Technologien entwickelt hat, finden sich heute viele irritierende Bezeichnungen für unterschiedliche Auflösungen. Neben den Benennungen wie PAL, HD ready oder FullHD, die sich im Umfeld der Fernsehwirtschaft entwickelt haben, existieren einige kryptische Namen aus dem Bereich der Informationstechnologie. Beispiele sind VGA, SXGA oder WXGA. Jede dieser Bezeichnungen beschreibt ein spezifisches Verhältnis der horizontalen und vertikalen Bildpunkte, die ein Projektor darstellen kann. So sagt „WUXGA“ (Wide Ultra eXtended Graphics Array +) aus, dass 1.920 Bildpunkte horizontal und 1.200 Punkte vertikal an die Leinwand geworfen werden. Das TV-Format „FullHD“ wiederum liefert 1.920 x 1.080 Bildpunkte. Was beide Auflösungen unterscheidet, ist letztlich das Verhältnis von Länge und Höhe des projizierten Bildes (Seitenverhältnis). FullHD-Signale liefern Filme im Verhältnis 16:9. Die Computerauflösung WUXGA hingegen 16:10. Werden beispielsweise Kinofilme in FullHD in einer WUGA-Auflösung dargestellt, so verbleiben schmale schwarze Ränder oben und unten. Alternativ kann das Bild auch auf die volle Auflösung „umgerechnet“ werden, was zwangsläufig zu Bildverzerrungen führt. Das bedeutet für den Nutzer eines Projektors, dass er die jeweilige Auflösung seines Gerätes dem Inhalt anpassen sollte, um ein vollständiges und natürliches Bild zu projizieren. PowerPoint-Präsentationen vertragen sich mit den Computerauflösungen am besten, während ein Beamer für die Vorführung eines Films idealerweise auf eine der Fernsehauflösungen geschaltet werden sollte.

Die folgende Grafik zeigt die gängigsten Formate, ihre jeweiligen Seitenverhältnisse und die für jede Auflösungen nötigen Schnittstellen. Was es mit hiermit auf sich hat, zeigen wir in Teil 5 dieser Blogreihe.

Die Vielfalt möglicher Auflösungen und damit korrespondierender Seitenverhältnisse stellt die Hersteller von Beamern vor eine besondere Aufgabe: Der ideale Projektor muss in der Lage sein, Bilder in möglichst vielen Auflösungen darzustellen, um dem Anwender die Freiheit zu geben, alle seine Inhalte ohne Verzerrung und vollständig darzustellen. Ob Ihr Wunschprojektor dazu in der Lage ist, zeigt ein Blick auf die Datenblätter. Dort wird jeweils die größtmögliche Computer- und Videoauflösung angegeben – beispielsweise beim Epson EB-G5750WU „WUXGA, 1920 x 1200, 16:10“ und „FullHD“.

Da alle modernen Videoformate Bilder im Verhältnis 16:9 und Computerformate im Verhältnis 16:10 projizieren, lassen sich auch Inhalte in kleineren Auflösungen problemlos und verlustfrei darstellen. Ausnahmen bilden hier nur Bilder und Videos, die in alten Formaten vorliegen, beispielsweise PAL oder VGA. Hier kommen andere Seitenverhältnisse wie 4:3 oder 5:4 zum Tragen. Allerdings werden diese heute kaum noch eingesetzt. Der Bereich „Videokompatibilität“ in den Datenblättern der Geräte weist jedoch aus, welche Formate der Projektor unterstützt.

In den technischen Daten findet sich noch eine weitere Kenngröße, die hier erwähnt werden muss: Das Prokjektionsverhältnis mit Angaben wie 1,27 bis 2,29:1.  Das Projektionsverhältnis gibt den Abstand des Projektors im Verhältnis zur Breite der Leinwand an. Vereinfacht gesagt ist dies ein Hinweis auf die mögliche Größe einer Leinwand für einen Projektor. Diese sollte so gewählt sein, dass der Beamer bei gegebenem Abstand sein Bild bis in die Ecken der Leinwand formatfüllend ausstrahlt. Die im Projektor verbaute Optik und sein mechanisches Innenleben bestimmen diese Fähigkeit. Stellen Sie einen Projektor nahe an die Leinwand heran, wird das Bild kleiner aber heller. Erhöhen Sie dann den Abstand des Beamers zur Leinwand, füllt das Bild die Projektionsfläche immer weiter aus, bis auch die Ecken ausgeleuchtet werden. Dieser Abstand wird im Projektionsverhältnis angegeben. Ein Verhältnis von 1,27:1 sagt aus, dass ein Projektor, der 1,27 Meter von der Leinwand entfernt aufgestellt wird, ein ein Meter breites Bild wirft. Werden zwei Zahlen angegeben (1,27 bis 2,29:1) ist ein Zoomobjektiv im Projektor verbaut. In unserem Beispiel schafft es der Projektor bei einer Entfernung von 1,27 Meter bis 2,29 Meter, ein Bild von einem Meter Breite zu projizieren.

Damit Käufer eines Projektors sich nicht um alle diese Formate und Abstände  kümmern müssen, hat Epson einen „Projektionsabstandsrechner“ entwickelt, den sie hier finden. Sie erhalten dort für alle Business- und Heimkinoprojektoren von Epson Informationen über Abmessungen, Auflösungen und Abstände.

Die folgende Grafik zeigt die gängigsten Formate, ihre jeweiligen Seitenverhältnisse und die für jede Auflösungen nötigen Schnittstellen. Was es mit hiermit auf sich hat, zeigen wir in Teil 5 dieser Blogreihe.

Zusammengefasst hier ein paar Tipps rund um das Thema „Auflösung“:

  • Wählen Sie einen Beamer, der möglichst viele Formate und Auflösungen unterstützt.
  • Je höher die Auflösung, desto detailreicher und augenfreundlicher die Bilddarstellung.
  • Passen Sie die Auflösung an das von Ihnen genutzte Video- oder Computermaterial an.
  • Wählen Sie die Leinwand nach den Möglichkeiten Ihres Beamers aus. Einen Hinweis hierzu gibt Ihnen das Prokjektionsverhältnis.

Im 5 Teil unserer Serie „Welcher Beamer ist der richtige für mich“ beleuchten wir die Schnittstellen eines Projektors, die dazu dienen, dass Ihre Inhalte optimal dargestellt werden.

Mehr über Projektoren von Epson: 

Der Projektionsabstandsrechner von Epson

Informationen zum Projektionsverhältnis

Rückblick: 

Welcher Beamer ist der Richtige? Teil 3

Vorschau:

Welcher Beamer ist der Richtige? Teil 5