Welcher Beamer ist der Richtige? Teil 3

In der dritten Reihe erklärt Epson was es mit CLO und ANSI-Lumen auf sich hat und welche Rolle es bei der Bildprojektion spielt.

Welcher Beamer ist der Richtige? Teil 3

Farb- und Weißhelligkeit: CLO und Lumen

Technische Bezeichnungen und Abkürzungen in Datenblättern helfen Kunden nur dann bei ihrer Kaufentscheidung wenn sie verständlich sind. Wir erklären im dritten Teil unserer Reihe „Welcher Beamer ist der richtige für mich“ was sich hinter CLO und ANSI-Lumen verbirgt.

Von einem Projektor, der Bilder auf eine Wohnzimmer- oder Leinwand wirft, wird gleiches erwartet wie von einem modernen Flachbildfernseher: Ein scharfes Bild, naturgetreue Farben und ein gutes Kontrastverhältnis – das alles im Großformat und unabhängig von den Lichtverhältnissen der Umgebung. Aber wie erkennen Interessenten schon vor dem Kauf, ob der gewünschte Beamer diese Kriterien erfüllt?

Colour Light Output: Farbhelligkeit als zusätzliches Qualitätskriterium für Projektoren

„Die Menschen empfinden im Allgemeinen eine große Freude an der Farbe. Das Auge bedarf ihrer, wie es des Lichtes bedarf.“ Diese Feststellung stammt von Johann Wolfgang von Goethe, hat aber nichts von ihrer Gültigkeit verloren. Doch Farben sind eine komplexe Angelegenheit. Das menschliche Sehvermögen nimmt in erster Linie Kontraste wahr – ein weißer Nebel ist genauso undurchsichtig wie eine pechschwarze Nacht. Kontraste helfen, Struktur und Form der Umgebung zu erkennen. In der Wahrnehmung unserer Umwelt spielt zudem Farbe eine besonders wichtige Rolle. Und auch hier sind es die Farbkontraste, die es uns erleichtern, Gegenstände voneinander zu unterscheiden und ihnen eine Bedeutung zuzuordnen. Generell gilt: Je besser die Farbwiedergabe ist, desto lebendiger empfinden Menschen die Abbildungen.

Werden Farben mithilfe eines Projektors verwirklicht, sind diese Farbkontraste unerlässlich – sie lassen die Farben lebendig und natürlich wirken. Farbkontraste werden umso besser, je höher die Farbhelligkeit eines Projektors ist – auch „Colour Light Output“ (CLO) genannt. Die Farbhelligkeit ist damit eines der wesentlichen Kriterien zur Beurteilung der Farbqualität eines projizierten Bildes.

Neue Maßeinheit für fundierte Kaufentscheidungen

Bisher mussten sich Käufer von Projektoren auf einen ANSI-Standard verlassen, der die Helligkeit eines Projektors ausschließlich in Bezug auf das weiße Licht in „ANSI-Lumen“ angibt . Aber dieser Wert, auch „Weißhelligkeit“ genannt, gibt nur das Höchstmaß an Weiß an und damit die maximale Schwarz/Weiß-Helligkeit des Bildes, nicht aber die Leuchtkraft der Farben. In den Tagen von Schwarzweiß-Tageslichtprojektoren war diese Angabe durchaus ausreichend. Heute besitzt die Weißhelligkeit alleine jedoch nicht mehr genügend Aussagekraft damit ein Käufer eines Projektors eine fundierte Investitionsentscheidung treffen kann. Diese Erkenntnis hat zur Entwicklung einer neuen Maßeinheit geführt: Farbhelligkeit. Durch die Messung der drei Primärfarben Rot, Grün und Blau ist CLO ein verlässlicher Maßstab für die Fähigkeit eines Projektors, Farben darzustellen.

3 x 9-Matrix: Farbhelligkeit ist messbar

In einer Dunkelkammer werden hierzu auf einer Leinwand drei Mal neun Farbfelder projiziert. Die Aufteilung der Messfelder wird dabei so gewählt, dass jede Zeile und Spalte Felder der jeweiligen Primärfarben Rot, Grün und Blau aufweist. Alle Felder werden dann separat vermessen, wobei die Prozedur für jede der drei Grundfarben durchgeführt wird. Aus den Ergebnissen der Messungen lassen sich dann die Helligkeiten der einzelnen Farbfelder ablesen, die summiert den Wert der Farbhelligkeit ergeben. Die Praxis zeigt, dass Farben in einer Projektion wirklich lebendig und natürlich wirken, wenn die Summe der drei Farbhelligkeiten identisch zur hohen Weißhelligkeit ist. Um ein ausgewogenes, helles Bild zu produzieren, muss ein Projektor beides in hohem Maße produzieren können: Licht und Farbe. Besteht ein großer Unterschied zwischen Weißhelligkeit und Colour Light Output, verliert das Bild an Ausgewogenheit, was wiederum zu fahlen und stumpfen Bildern führt.

Heute verfügen alle Hersteller über die Mittel zur Messung der Farbhelligkeit. Allerdings werden diese Informationen dem Anwender noch nicht durchgängig vermittelt. Epson gibt bei allen seinen Projektoren neben der Weißhelligkeit auch stets die Farbhelligkeit an und arbeitet darauf hin, dass alle Hersteller diesem Beispiel folgen. Denn nur mit beiden Angaben erhält der Kunde die Möglichkeit, eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen.

Im nächsten Teil unserer Serie „Welcher Beamer ist der richtige für mich“ zeigen wir Ihnen, worauf Sie beim Thema Auflösung und Format achten sollten.

Im folgenden Video werden Farb- und Weißhelligkeit bei Projektoren ganz einfach erklärt:

https://www.youtube.com/watch?v=tX1CG24bKsQ

Mehr über Farbhelligkeit unter:

Epson Color Light Output 

Homepage 3LCD-Technologie

Color-Light-Output Special der Cine4Home

*ANSI-Lumen

Der Begriff Lumen kommt aus dem Lateinischen (Licht) und ist die Maßeinheit für einen Lichtstrom, der auf eine Projektionsfläche trifft. ANSI wiederum steht für ein amerikanisches Standardisierungsinstitut, das American National Standards Institute. Die Lumen-Leistung eines Gerätes wird ermittelt, indem das Projektionsbild in neun Quadrate unterteilt wird. In der Mitte jedes Quadrates wird mit einem Luxmeter der Lichtstrom gemessen. Anschließend wird der Durchschnitt der neun Messergebnisse mit der Größe der Projektionsfläche multipliziert (Lumen = Lux x m²).

*Bildhelligkeit

Es gibt zwei Arten von Helligkeit: Weißhelligkeit und Farbhelligkeit. Die Farbhelligkeit bietet dem Käufer die Möglichkeit, die Farbqualität des Projektors einfach und präzise zu beurteilen. Die beste Bildqualität erzielt ein Projektor, der gleiche Werte für die Weiß- und Farbhelligkeit aufweist.

Rückblick:

Welcher Beamer ist der Richtige? Teil 2

Vorschau:

Welcher Beamer ist der Richtige? Teil 4