Ressourceneffizienz: Der öffentliche Sektor als Vorbild für kleine und mittelständische Unternehmen

Wie können Unternehmen durch Ressourceneffizienz in einer zunehmend global agierenden Wirtschaft ihre Kosten senken, Margen steigern und letztlich wettbewerbsfähig bleiben?

Ressourceneffizienz: Der öffentliche Sektor als Vorbild für kleine und mittelständische Unternehmen

Wettbewerbsfähigkeit hat für Unternehmen einen hohen Stellenwert. Führungskräfte müssen sich in einer zunehmend grenzenlosen Welt immer wieder die Frage stellen, ob ihr Unternehmen mit den Angeboten der Konkurrenz Schritt halten kann und der Preis dabei rentabel bleibt. Die Globalisierung hat auch ihre Kehrseite: Ein für bestimmte Länder wettbewerbsfähiges Unternehmensmodell kann durch ein anderes Preisniveau  in einem anderen Land gefährdet sein.

Das Kundenerlebnis ist ein weiterer Aspekt im Wettbewerb. Konkurrenten, die digital präsent sind und engere, datenbasierte Kundenbeziehungen gewonnen haben, trüben das Geschäft führender Unternehmen in fast allen Bereichen. Diese Beeinträchtigung von außen kann starken Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit nehmen. Führungskräfte sollten jedoch auch interne Faktoren berücksichtigen. Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz etwa gehen nämlich Hand in Hand. Unternehmen, die Ressourceneffizienz den Vorzug geben, verzeichnen unter dem Strich unweigerlich auch Kosteneinsparungen. Dadurch wiederum werden tendenziell Margen gesteigert und letztlich die Wettbewerbsfähigkeit verbessert.

Auch Vorschriften können mitunter wertvolle Anstöße liefern.  Die Richtlinie zu umweltorientiertem öffentlichem Beschaffungswesen (Green Public Procurement, GPP) der EU kann hier als Beispiel fungieren. Die Europäische Kommission möchte Anreize für lokale Behörden schaffen, damit diese sich für umweltfreundlichere Produkte und Dienstleistungen entscheiden.

Dabei geht es nicht ausschließlich um Umweltschutz. Behörden verzeichnen einen hohen Verbrauch. Er beläuft sich  für ganz Europa auf rund zwei Billionen Euro im Jahr. Das entspricht einem Fünftel des BIP der EU. Wenn lokale Behörden Waren und Dienstleistungen nutzen, die geringere Auswirkungen auf die Umwelt haben, können sie einen großen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten – und darüber hinaus ihre betriebliche Effizienz steigern.

Dieser doppelte Vorteil ist enorm. Das Thema Ressourceneffizienz gewinnt zunehmend an Bedeutung, denn der Konsum in Europa nimmt rasant zu. Die Europäische Kommission schreibt: „Wäre der Verbrauch überall so hoch wie in der EU, würde sich die globale Nutzung von Ressourcen innerhalb von 20 Jahren vervierfachen.“ Abgesehen von den daraus folgenden Umweltschäden kann ein sehr hoher Verbrauch auch das wirtschaftliche Wachstum hemmen. Der Zugang zu wichtigen natürlichen Ressourcen wird so eingeschränkt, wodurch Unternehmen höhere Kosten für Rohstoffe, wie etwa Energie, zu tragen haben. Kurz gesagt: Mit einem übermäßigen Konsum beeinträchtigen Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Hier kann der private Sektor noch viel von den Vorschriften des öffentlichen Sektors lernen. GPP wurde eingeführt, damit lokale Behörden in puncto Ressourceneffizienz an der Spitze stehen. Diese Richtlinien lassen sich jedoch genauso gut auf kleine, mittelständische und größere Firmen übertragen.

Ein Weg zur Umsetzung dieser Richtlinien lautet Innovation. Mit neuen Ansätzen können Firmen ungeahnte Effizienzen entdecken und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern. Epson nutzt einen Großteil seines Budgets für Forschung und Entwicklung, um u.a. Geschäftskunden neue Möglichkeiten für eine bessere Ressourceneffizienz zu bieten. Epson Tintendrucker heizen im Druckprozess nicht auf und verbrauchen weitaus weniger Energie als vergleichbare Laserdrucker. Epson Piezo-Druckkopf. Beim Betrieb des Druckers wird damit weniger Energie benötigt. Unternehmen können so ihren Stromverbrauch reduzieren. Ein geringerer Energiebedarf bedeutet niedrigere Kosten und natürlich auch weniger Auswirkungen auf die Umwelt.

Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss externe Faktoren wie die digitale Disruption genau im Blick behalten. Fortschritt kann aber auch über betriebliche Wege erzielt werden.

Würden sich mehr Unternehmen im privaten Sektor an die GPP-Richtlinien halten, würde sich durch den Einsatz durchweg saubererer und effizienterer Technologien ein zweifacher Vorteil ergeben: eine umweltfreundlichere Unternehmenspraxis und eine höhere betriebliche Effizienz. Unternehmen würden durch einen effizienteren Betrieb wettbewerbsfähiger werden. Deshalb sollte GPP mit seinem umweltschonenden Ansatz auch im privaten Sektor Einzug halten.