Die Lehrer von morgen

Um der kommenden Generation Mitarbeiter die Vorzüge moderner Bildungstechnologie zukommen zu lassen, müssen Lehrer ihre Funktion im Unterricht verändern.

Die Lehrer von morgen

Wer war Ihr bester Lehrer?

Sicher können sich die meisten noch an den Namen mindestens eines guten Lehrers (oder auch eines weniger beliebten Lehrers) erinnern. Inspirierend, autoritär, mitfühlend, anspruchsvoll, witzig – wie alle anderen Menschen auch, haben Lehrer unterschiedliche Charaktere.

Doch viele Grundprinzipien des Schulwesens inklusive der Lehrer- Schüler-Beziehung haben sich über Generationen nur wenig verändert.

Bis jetzt. Moderne Lehrverfahren im Bildungswesen werden nicht durch andere soziale Aspekte ermöglicht, sondern durch neue Technologien sowie veränderte Anforderungen an die zukünftigen Arbeitnehmer.

Der dynamische Arbeitsplatz von 2025 braucht Arbeitskräfte, die flexibel zusammenarbeiten und sich schnell auf neue Anforderungen und Aufgaben einstellen. Autodidaktisches oder auch Meta-Lernen wird zu einer wesentlichen Fertigkeit.

Die Aufgaben des Lehrers ändern sich mit der Art der Ausbildung.

Ein Hilfesteller aber kein Hauptakteur

In seiner jüngsten Umfrage zu den Auswirkungen neuer Technologien auf ausgewählte Wirtschaftssektoren fragte Epson 17 Experten nach den zu erwartenden Bildungsnormen für das Jahr 2025. Die so gefundenen Hypothesen wurden dann Arbeitgebern und Arbeitnehmern dieser Bereiche zur Kommentierung vorgelegt.

Russel Stannard, Begründer von www.teachertrainingvideos.com prognostizierte, dass „Lehrer viel mehr Hilfestellung für Schüler geben werden und somit immer weniger die Hauptakteure des Unterrichtes sind.“

Etwa 70 % der Befragten stimmten dieser Auslegung zu und gaben an, dass Lehrer in Zukunft Schüler und Studenten stärker durch den Lehrstoff leiten werden anstatt ihn zu vermitteln. Knapp zwei Drittel (64 %) sagten, dass sich das Bildungssystem daher stärker auf die Schulung analytischer Fähigkeiten konzentrieren wird.

Diese Veränderung wird durch eine Fülle neuer Technologien unterstützt, darunter interaktive Projektoren, 3D-Drucker, Augmented Reality und kollaborative Roboter (Cobots). Alle diese Lösungen werden eine zunehmend stärkere Kombination aus effizientem Online- und Offline-Lernen ermöglichen. Beispielsweise wird Unterricht mit Augmented Reality für wissenschaftliche Demonstrationen praktischer, sicherer und angesichts dichter Lehrpläne weniger zeitaufwändig sein.

Laut David White, Leiter Digitales Lernen der University of the Arts London, „ist das schlichte Vermitteln von Technikgebrauch veraltet. Die Zukunft liegt im Trainieren der Fähigkeit, verschiedene sich gegenseitig ergänzende Informationsquellen zu wählen und einzusetzen.“

Die Vorzüge des Hilfestellers

Je weniger Zeit Lehrer für das schlichte Mitteilen von Wissen aufbringen müssen, desto mehr sind sie in der Lage, die Aufgabe eines Coaches zu übernehmen. Etwas über 70 % der in der Studie befragten Europäer gehen davon aus, dass Lernen so individueller und personalisierter wird.

Es wird also erwartet, dass Bildung bis zum Jahr 2025 dynamischer und effizienter wird. Rund 71 % der befragten Personen sagten, dass eine Kombination aus Online- und Offline-Lernquellen dazu beitragen wird.

Lehrern helfen, sich auf neue Prioritäten einzulassen

Unsere Lehrer stehen in der Verantwortung, die zukünftigen Änderungen der Arbeitswelt mit zu unterstützen.

Um die für den Arbeitsplatz von morgen nötigen Fähigkeiten zu schulen, müssen Lehrkräfte ihre Fertigkeiten und Methoden umstellen. Das wird nicht ohne Schwierigkeiten vonstattengehen.

Obwohl 63 % der in der Studie Befragten einer Einführung neuer Technologien grundsätzlich positiv gegenüberstehen, glauben etwa 61 %, dass Lehrer zurzeit nicht in der Lage sind, Schüler und Studenten in der Nutzung der kommenden Technologie zu unterrichten.

Weitere zusätzliche Herausforderungen für die Zukunft der Schule wurden in der Umfrage bestimmt. So gab eine signifikante Anzahl der Befragten an, dass die Finanzierung (47 %), die Ausbildung der Lehrer (40 %) sowie veraltete Technologie (34 %) hinderliche Faktoren sein können, um das Bildungswesen auf die neuen Aufgaben einzustellen.

Der Lieblingslehrer der Zukunft

Was in der Umfrage deutlich wird ist die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Lehrern, politisch Verantwortlichen, Unternehmen und Schulen. Denn nur so lässt sich eine Brücke bauen, die uns vom heutigen Unterricht zu dem des Jahres 2025 bringt.

Aus der Umfrage geht zudem klar hervor, dass die Lieblingslehrer von morgen diejenigen sein werden, die die Sprache des Meta-Lernens und individueller Unterrichtsziele sprechen.

Leider gaben nicht einmal zwei Drittel (60 %) der befragten Lehrer an, dass sie zur Umschulung auf diese künftigen Aufgaben bereit wären.

Sie möchten weitere Informationen?

Laden Sie sich den vollständigen Bericht hier herunter.