Wie wird Technologie die Geschäftswelt verändern?

Nicht alle Arbeitnehmer in Europa sind sich über die Auswirkungen moderner Technologie auf die Geschäftswelt bewusst. Sie erwarten daher, dass Unternehmen sie über die kommenden Veränderungen informieren.

Wie wird Technologie die Geschäftswelt verändern?

Technik revolutioniert unsere Arbeitsweise. Dabei nimmt die Wahrnehmung der Betroffenen entscheidenden Einfluss auf den Verlauf. Epson hat vor Kurzem eine Umfrage abgeschlossen, in der geklärt werden sollte, welche Auswirkungen Arbeitskräfte in Europa von modernen, disruptiven Technologien auf die Arbeitswelt erwarten.

Hierzu wurden 17 anerkannte Fachleute zu bestimmten Themen befragt und ihre Prognosen und Hypothesen rund 7.000 europäischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zur Beurteilung vorgelegt. Ziel war es herauszufinden, wie technologische Trends, die signifikante Auswirkungen auf die Arbeitsweilt haben, wahrgenommen werden.

Es scheint, dass wir uns an einem Scheitelpunkt befinden. Die Mehrzahl der Befragten geht davon aus, dass die technologische Entwicklung der nächsten 10 Jahre erhebliche Auswirkungen auf die untersuchten Industriezweige haben wird. Insgesamt rund 10 % der Befragten können dabei Extrempositionen zugeordnet werden: Während 8 % ein vollständiges Umkrempeln der Arbeitswelt erwarten, sagen 2 %, dass es keinerlei Auswirkung geben wird. Doch was glaubt der Rest und welche Veränderungen könnten stattfinden?

Ansichten und Industrie im Wandel

Die verschiedenen Technologien werden unterschiedlichen Sektoren der Industrie auf diverse Weise beeinflussen. Dies wird aus den Antworten unserer Umfrage klar. So gelten tragbare Technologien (Wearables) neben 3D-Druck, künstliche Intelligenz, Roboter und andere als wichtigstes, weiter wachsendes Segment. Wearables werden von rund 65 % der Befragten europäischen Arbeitskräfte als positiv wahrgenommen. Themen wie Bio-Printing und kollaborative Roboter (Cobotics) gelten mit einer Zustimmung von 58 beziehungsweise 57 % als am wenigsten positiv.

Diese Ungleichheit lässt sich möglicherweise durch bestehende Kenntnisse und Erfahrungen von den Anwendungsgebieten der Wearable-Technologien erklären. Das Thema Bio-Printing hingegen ist auf den Gesundheitssektor beschränkt. Der Bekanntheitsgrad der neuen Technologien könnte ebenfalls eine Rolle spielen: 60 % der Befragten kannten Wearable-Technologien, doch nur 37 % hatten schon etwas von Bio-Printing gehört. Das unterstreicht die Herausforderung, Kenntnisse über neue Technologie zu vermitteln, die von ihnen ausgehenden Veränderungen zu kennen und das jeweilige Geschäftsfeld darauf vorzubereiten.

Positive Vorbereitung

Zwar gibt es Unterschiede zwischen den Märkten, doch sind Arbeitskräfte allgemein bereit, diese zu überwinden. Jeglicher Optimismus ist jedoch vergeblich, falls Organisationen nicht ihrerseits Chancen nutzen, die mit neuen Technologien entstehen. Wo nur 14 % der Beschäftigten ihr Unternehmen mit „hervorragend“ bewerten, was die Überwachung neuer technologischer Fortschritte betrifft, und weniger als ein Drittel (28 %) der Ansicht sind, ihr Unternehmen sei besonders gut darin, neue Technologien zu integrieren, schaffen es Organisationen vermutlich auch nicht, neue Methoden und Technologien zu implementieren. Das ist ein wichtiger Faktor, wenn man bedenkt, dass laut Umfrage 57 % der europäischen Arbeitnehmer glauben, Industrie- und Organisationsmodelle werden im kommenden Jahrzehnt durch Technologie verändert.

Sich auf die Vorzüge einstellen

Die Implementierung neuer Technologien bringt einige Probleme mit sich. So befürchten etwa 59 % der befragten Arbeitnehmer höhere Betriebskosten. 79 % erwarten dagegen, dass neue Technologie die Effizienz einer Organisation verbessert. Falls dies so ist, wird eine Zukunft geschaffen, in der wir mehr Zeit haben werden und weniger durch traditionelle Arbeitsabläufe eingeschränkt sind.

Der technologische Wandel wird laut 77 % der Befragten auch zusätzlichen Profit abwerfen. Allein das Internet der Dinge (Internet-of-things, IoT) besitzt gemäß einiger Prognosen ein potenzielles globales Wachstumpotenzial im Wert von rund 6,2 Milliarden US-Dollar bis 2025.1 Über die Zahlen mag man zwar streiten, die Bedeutung ist jedem aber klar. So glauben 76 % der Umfrageteilnehmer, dass neuen Technologien auch Wachstumschancen eröffnen werden, und 74 % vermuten, dass sich daher auch der Wettbewerb in ihrem Industriezweig erhöht.

Dies ist eine Zeit der Veränderung. Laut 81 % der befragten europäischen Arbeitskräfte handelt es sich um eine Veränderung, die viele Herausforderungen stellt. Die Sicht auf unsere traditionelle Arbeitsweise wird dadurch hinterfragt. Auf lange Sicht kann man mit diesen Herausforderungen nur mithalten, indem man wettbewerbsfähig bleibt. Es geht darum, sich Technologie zunutze zu machen, um zukünftiges Wachstumspotenzial freizulegen.

Sie möchten weitere Informationen?

Laden Sie sich den vollständigen Bericht hier herunter.