Einstieg in die Kreativbranche

Einstieg in die Kreativbranche

Für manche Menschen ist es ganz normal, jeden Tag statt ins Büro an ein Filmset zu gehen. Wir haben das Kreativteam hinter den Kulissen des Sets für den Epson Film „Lewis Gets Inked“ mit Lewis Hamilton gefragt, welche Tipps Sie zum Einstieg in die Kreativbranche haben.

Der Start

Für Sean Harland, den Leiter der Spezialeffekte beim Dreh, gehört es zum Arbeitsalltag, Prominente wie Lewis Hamilton oder das Fußballteam des FC Chelsea mit „Goo“ (Spezialflüssigkeiten) zu überschütten. Ein Job am Filmset, die Arbeit mit Prominenten – das hört sich traumhaft an, war aber interessanterweise nicht seine erste Wahl: „Ich wollte zunächst Grafiker für Filmanimation werden. Aber mein Tutor meinte, dass ich zwar gut im Zeichnen wäre, aber definitiv nicht der Beste. Mein Talent sah er eher in der handwerklichen Arbeit. Er erzählte mir von einem Lehrgang an der Hertfordshire University zum Thema Modelldesign und Special-Effects. In meinem zweiten Jahr bekam ich eine Stelle in einem Unternehmen für Spezialeffekte angeboten. Da arbeite ich noch heute. Ich habe meinen Abschluss gemacht und bin dann wieder zurückgekommen. Es hat also alles reibungslos funktioniert.“

Sean Harland hat anderen zugehört und Ratschläge angenommen. Für ihn sind Flexibilität und Offenheit für neue Situationen die Voraussetzungen für den Weg zum Erfolg.

Die Kreativbranche ist dafür berüchtigt, heiß umkämpft und schwer zugänglich zu sein. Langfristig kann es helfen, Gleichgesinnte zu finden und gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Kamerafrau Rina Yang erklärt, dass sie ihrem Netzwerk von Freunden viel verdankt: „Wir bilden ein gutes Netzwerk von Freunden und haben uns immer geholfen. Während ich mich zum Beispiel um Kamera und Beleuchtung kümmerte, übernahmen Freunde die Regie. Wir haben viel voneinander gelernt und ich arbeite immer noch mit vielen von ihnen zusammen.“

Der Weg nach oben

Die Bereitschaft, klein anzufangen, ist ein Punkt, den alle Kreativen als wichtig erachten.

Gretchen Shoring, Produzentin unseres Films, sagte hierzu: „Gib dein Bestes, begeistere dich, sei dir auch für kleinere Arbeiten nicht zu schade. Ich habe als Sekretärin begonnen, andere starten als Laufbursche. Im ersten Schritt geht es darum, einen Fuß in die Tür zu bekommen und Leute aus der Branche kennenzulernen.“

Sean Harland stimmt dem zu und ergänzt: „Trotz meines Abschlusses begann ich mit Aushilfsarbeiten und Kaffeekochen. Irgendwann bekommt man dann kleine Aufträge anvertraut und nach und nach steigert sich das. Leistungsbereitschaft und Begeisterung sind wichtig. Die Arbeitstage sind lang. Wer sich darauf einstellen kann, wird gut klarkommen.“

Harte Arbeit

Die Bereitschaft, hart zu arbeiten, war ein weiterer Punkt, den unsere Experten hervorheben. „Auch wenn es sehr nach Klischee klingt: Man muss hart arbeiten. Als ich auf der Filmschule war, habe ich meine Wochenenden und Feiertage an Drehorten verbracht, während andere Party gemacht haben. Ich habe zwei Jahre lang hart an winzigen Aufträgen gearbeitet. Die Bezahlung war nicht besonders gut, aber so lernt man Menschen kennen und kann sich vernetzen. So habe ich angefangen und diese Beziehungen pflege ich noch heute“, so Rina Yang.

Seien Sie gesellig

Es geht nicht nur um die Qualität Ihrer Arbeit – die richtige Einstellung und die Fähigkeit, gut mit anderen zusammenzuarbeiten, sind genauso wichtig. Die Direktorin unseres Marketings, Maria Eagling, die das Projekt für Epson geleitet hat, sagt hierzu: „Die Arbeit in der kreativen Branche geschieht meist auf Basis von Projekten. Daher ist es wichtig, Personen zu haben, die gerne mit einem zusammenarbeiten. Auch eine gute Einstellung und Begeisterung für die Arbeit sind von entscheidender Bedeutung. Und obwohl es in der kreativen Branche sehr locker zugehen kann, sollte man immer professionell, freundlich, engagiert und höflich auftreten.“

Rina Yang stimmt dem zu: „Man sollte zu allen freundlich sein – nicht nur, weil sie eines Tages als Regisseur vor einem stehen könnten, sondern allein deshalb, weil es eine so harte Arbeit ist und weil es einfach nicht richtig ist, Menschen unterschiedlich gut zu behandeln. Respektiere alle und umgib dich mit guten Menschen.“

Machen Sie sich einen Namen

Wo sollten Sie beginnen? Der Fotograf Matthew Ford, der die Dreharbeiten hinter den Kulissen dokumentiert hat, meint, dass es heutzutage vielfältige Gelegenheiten gibt: „Um Aufmerksamkeit zu bekommen, muss man etwas Großes und Originelles machen. Auf YouTube und im Internet gibt es haufenweise Material.“

Rina Yang hingegen gibt folgenden Rat: „Folge lieber deinem Herzen als dem Geld. Es ist wichtig, Projekte auszuwählen, die nachklingen und bei denen man sich gerne ins Zeug legt, um das bestmögliche Resultat zu erzielen. Ich mache am liebsten Projekte, bei denen mir die kreativen Aspekte gefallen.“

Es gibt nicht den einen Weg

Die meisten Menschen stimmen überein, dass es sich lohnt, Kollegen um Rat zu fragen. Rollo Collins, der Regisseur von Citizen Films, hebt aber noch einen anderen wichtigen Punkt hervor: „Bei meinem ersten Job arbeitete ich im Schneideraum und jeden Tag kamen verschiedene Regisseure herein. Ich fragte jeden von ihnen, wie er an seine Arbeit gekommen war und jeder erzählte mir etwas anderes. Es gibt nicht den einen Weg. Man muss einfach anfangen und sehen, was geschieht.“

Genießen Sie den Prozess

Die kreative Branche mag voller Ungewissheiten sein, aber die Spannung und der Glanz, die von ihr ausgehen, werden immer wieder Menschen dazu inspirieren, sich in das Unbekannte zu begeben. Jami Reid-Quarrell, Bewegungsspezialist für Filmaufnahmen, drückt es so aus: „Es muss einem klar sein, dass man sich auf eine Achterbahnfahrt begibt. Man sollte sie mit all ihren Hochs und Tiefs genießen können. Und man sollte jede Gelegenheit ergreifen, die sich unterwegs bietet.“


Weitere Informationen zur aktuellen EcoTank-Kampagne finden Sie hier: https://www.epson.de/lewisgetsinked
Um die vollständigen Gespräche mit den Kreativen zu lesen, klicken Sie hier: https://www.epson.de/insights