Der Trend im Digitaldruck: farbenfroh und intelligent

Jacob Kallergis, Produktmanager bei Epson Europe, erklärt, welche Geschäftschancen sich durch das einfache und schnelle Erstellen farbenfroher Smart-Labels eröffnen.

Der Trend im Digitaldruck: farbenfroh und intelligent

Smart-Labels gibt es schon seit einiger Zeit, sie sind aber meistens schwarzweiß und müssen in zwei separaten Prozessen gedruckt und codiert werden. Dies ist zeitaufwendig, unflexibel, teurer und komplex – insbesondere bei kleineren Druckaufträgen, die schnell abgewickelt werden müssen. Doch nun wird sich dies ändern, da Epson eine Technologie angekündigt hat, die farbige und hochwertige Smart-Labels auch in kleinen Auflagen schnell produziert. Das ist in der heutigen, schnelllebigen Zeit für alle Unternehmen wichtig.

In enger Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Etikettiersystemspezialisten FlexStr8 bieten Epson und seine Fachhändler nun entweder RFID-oder NFC-Codierung inline im Rahmen der ColorWorks-Etikettendrucktechnologie an – RFID im ColorWorks C7500 oder NFC im ColorWorks C3500.

Diese neuen Lösung von Epson ermöglicht den Druck farbiger Smart-Labels in hoher Auflösung mitsamt Codierung in nur einem Schritt. Der Epson ColorWorks C7500 druckt in hoher Qualität (1.200 x 600 dpi) und einer Geschwindigkeit von 300 mm pro Sekunde, während die Codierung mit dem FlexStr8 Snap-On Encoder parallel dazu geschieht. Abgesehen davon, dass bunte Farben sehr werbewirksam sind, sind diese in einigen industriellen Anwendungen auch zwingend vorgeschrieben. Die internationalen Bestimmungen des GHS (Globales Harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien) beispielsweise erfordern eine farbliche Kennzeichnung.

RFID und NFC sind drahtlose Lösungen zur Identifizierung von Produkten. Sie enthalten Sicherheitsinformationen oder andere wichtige Daten und erlauben die Verfolgung und Kontrolle von Lagerung und Transport der Produkte. Darüber hinaus rufen Kunden oder Benutzer über die Chips auf ihren Smartphones, Tablet-PCs oder Videogeräten entsprechende Inhalte ab. Bei vielen Fertigungsbetrieben und Bekleidungshändlern sind diese Lösungen bereits im Einsatz und es ist mit einer weiteren Verbreitung zu rechnen, da diese Technologie kostengünstig ist und sich gut zur Umsetzung von rechtlichen Vorschriften sowie Unternehmensprozessen, beispielsweise mit dem Internet der Dinge und der Industrie 4.0, eignet.

RFID steht für „Radio-Frequency Identification“. Es handelt sich hierbei um eine in ein Label integrierbare Schaltung mit programmierbarem Chip und mindestens einer Antenne. Die beim Scannen mit einem RFID-Lesegerät ausgelesenen Informationen des Chips kennzeichnen eindeutig ein bestimmtes Produkt oder eine Verpackung. RFID-Chips sind sehr beliebt, da sie zum Auslesen der Daten eine Reichweite von bis zu 12 m besitzen (je nach Funkfrequenz). Dies ist in betriebsamen Umgebungen und bei einer großen Anzahl an Verpackungen ideal.

Die meisten Etiketten und Schilder arbeiten passiv, das bedeutet, es wird keine externe Stromquelle benötigt. Die Funkenergie des externen Scanners reicht aus, um den RFID-Chip auszulesen. Die Verwendung von RFID-Chips ist im Einzelhandel und in Lagerhallen für Zwecke wie Sicherheit, Bestandskontrolle, Auswahl und Nachverfolgung weit verbreitet. Im Geschäft werden die Chips auch für Werbezwecke genutzt: Ein RFID-Etikett kann beispielsweise das Abspielen eines Videos oder die Anzeige von Produkt- und Verkaufsinformationen auf einem Tablet-PC auslösen.

In vielen Branchen sind aus verschiedenen Gründen Farben erforderlich. Sektoren, die besonderes Interesse an der Epson Lösung haben, sind die Textil- und Bekleidungsbranche, die Pharmazie, die Luftfahrt sowie die Lagerlogistik.

NFC steht für Near Field Communication. Dieser drahtlose Übertragungsstandard für kurze Strecken nutzt elektromagnetische Induktion zur Kommunikation zwischen Geräten, wenn diese miteinander in Berührung kommen oder in einem Abstand von wenigen Zentimetern aneinandergehalten werden (maximal 10 cm). Das Prinzip ähnelt der Technologie für kontaktlose Kreditkartenzahlungen. Diese Art von Kurzstreckenkommunikation und Codierung ist für Anwendungsfälle geeignet, bei denen ein gewisses Maß an Sicherheit erforderlich ist, wie zum Beispiel bei Personalausweisen oder Smart Tickets, die nur an bestimmte Personen ausgegeben werden oder an Gegenständen angebracht werden. NFC-Etiketten oder -Ausweise werden beispielsweise oft in Krankenhäusern zur Zugriffsbeschränkung oder an Verkaufsgegenständen, an denen ohnehin meist Schilder angebracht sind, verwendet. NFC ist zunehmend auch in Smartphones zur Zahlung ohne Scheckkarte aber auch zum Aufrufen von Informationen zu einem Produkt, Ausstellungsstück auf dem Bildschirm integriert.

In Zukunft könnten solche Etiketten im Einzelhandel die Basis für vollkommen bedienungsfreie Kassen sein. Amazon.com experimentiert z. B. mit Läden, in denen die Kunden keine Barcodes mehr scannen müssen, da die Kosten der Artikel automatisch von ihren Konten abgebucht werden, wenn sie den Laden verlassen.

Das Epson ColorWorks-Sortiment an Tintenstrahl-Etikettendruckern bietet eine hochwertige, kostengünstige Lösung für Druckaufträge nach Bedarf. Es ist nicht länger nötig, vorgefertigte Etiketten in großer Zahl zu bestellen, da diese jederzeit nach Bedarf selbst gedruckt werden.

Der vielseitige Epson ColorWorks C7500 druckt alles von Endlostickets bis zu matten oder glänzenden gestanzten Etiketten auf synthetischen Materialien. Der leichte Snap-On RFID Encoder lässt sich nahtlos an der Aufrolleinheit des Epson C7500 anbringen, damit dieser in derselben Geschwindigkeit wie der Drucker arbeitet. Auf diese Weise können bis zu 10.000 Etiketten pro Stunde hergestellt werden.

Der Epson ColorWorks C3500 Etikettendrucker ist ideal für Hersteller, die Etiketten, Schilder und Tickets in kleineren Auflagen drucken möchten. Er druckt in einer Geschwindigkeit von 103 mm pro Sekunde auf verschiedene Medien wie z. B. mattes oder glänzend beschichtetes Papier, aber auch synthetische Medien in vielen Formaten und Größen.

Die Farbe wird bei diesem Tintenstrahldrucker in mehreren Durchgängen durch den Druckkopf auf das Trägermaterial aufgetragen. Der neue Druckprozess mit vier Passes ermöglicht eine noch höhere Farbdichte und verbessert den Kontrast und die Qualität der Drucke.

In vielen Unternehmen könnte diese neue Etikettentechnologie starke Auswirkungen haben. Etiketten in industriellen Großauflagen werden weiterhin bei Spezialisten in Auftrag gegeben. In vielen Fällen muss ein Etikett jedoch nicht ausschließlich zur Identifizierung oder Markenkennzeichnung dienen, sondern kann zusätzlich Daten zur Erhebung von Statistiken und Überwachung enthalten oder zur Verbesserung der internen Effizienz sowie zur Interaktion mit dem Kunden genutzt werden. Hierbei ist dieser Drucker eine schnelle, kostengünstige Ressource für ein sofortiges Drucken hochwertiger und zuverlässiger intelligenter Etiketten.