Das gedruckte Bild entschleunigt

Der Fotograf Stefan Arand in der Interview-Reihe zur Digigraphie

Das gedruckte Bild entschleunigt

Im Rahmen einer Interviewreihe rund um die Digigraphie spricht Epson mit Fotografen und Digigraphie-Künstlern über Ihre Arbeit, aktuelle Lieblingsprojekte, über digitale und gedruckte Bilder.

Heute begrüßen wir Herrn Arand, Fotograf aus Düsseldorf und Neuss. Bevor Stefan Arand, der seit seiner Schulzeit fotografiert, sich ganz der Fotografie-Kunst widmete, absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung und studierte u. a. Philosopie, Mathematik und Sport auf Lehramt. Nach seinem Studium gründete er mit seinem Schwager eine Agentur und fing nebenbei an seine Fotografie-Projekte auszuweiten. Heute widmet er sich diesen den Großteil seiner Zeit. Arand gewann den Epson Digigraphie-Wettbewerb 2017 beim Fotofestival „horizonte zingst“.

Herr Arand, im Oktober beginnt Ihre Ausstellung in der Digigrahpie-Galerie in Zingst. Was erwartet die Besucher dieser Ausstellung und wie sind Sie darauf gekommen als Düsseldorfer an der Ostseeküste auszustellen?
Zingst habe ich erst durch Epson kennengelernt. In der Galerie dort wurde im Rahmen des Digigraphie-Wettbewerbs von Epson ein Bild ausgestellt. Auf der Vernissage sprach mich Epson an, ob ich mir vorstellen könnte, dort nicht eine Einzelausstellung zu zeigen. Die Option gefiel mir. Ich werde in Zingst „Forgotten Places“ zeigen. Das ist eine Ausstellung, die bereits anlässlich des Photoweekends bei Conzen in Düsseldorf zu sehen war und nun in Zingst ein wenig verändert präsentiert wird. Die Vernissage ist am 27. Oktober.
Bei den „Forgotten Places“ geht es um ehrliche Orte, Orte mit Charakter. Mich interessiert die Natürlichkeit von Umgebungen. Was ich zudem schätze, ist die Ruhe an diesen Orten. In der heutigen Zeit wird oft vergessen, dass durch Ruhe viel Energie frei werden kann – kreative Energie. Ruhe gibt Raum zum reflektieren. Dieser Raum geht heutzutage immer mehr verloren. Die Vergessenen Orte sollen den Blick in diese Räume wieder öffnen.

Stichwort: Digitale Bilder sind überall. Wie digital arbeiten sie und welchen Wert hat das für Sie ein gedrucktes Bild?
Ich habe eine ganz klare Meinung: Bilder, die man nicht anfassen kann, existieren nicht. Alle Bilder, die auf einem Bildschirm gezeigt werden – sei es ein PC, ein Smartphone oder ein Tablet – sind Illusionen. Das sind einfach Pixel, die verschiedenen hell leuchten. Diese Bilder gibt es nicht. Es sind bloß flüchtige, kalte Illusionen.
Ein Bild, das an der Wand hängt, kommuniziert auch räumlich mit uns. Ich kann mit Bildern handwerklich arbeiten, indem ich zum Beispiel unterschiedliches Papier verwende und die Art der Kaschierung und Rahmung mit in den Gestaltungsprozess einbinde. Das ist am Bildschirm nicht möglich. Hinzu kommt, dass ein Foto auf jedem Bildschirm anders aussieht. Ich sehe die Fotografie als Handwerk – vom Fotografieren selbst bis zum finalen Bild. Der Prozess ist erst abgeschlossen, wenn das Foto an der Wand hängt. Dann ist es ein Werk: Man kann es sehen, anfassen und sogar riechen.
Ein physisches Bild kann man an verschiedene Wände hängen, denn es wirkt an jeder Stelle anders. Es interagiert mit Raum und Licht und wird zu einem Teil davon.
Ein gedrucktes Bild entschleunigt. Eine Eigenschaft die in der heutigen Zeit oft fehlt. Auch bei der Fotografie selbst erlebe ich das. Wenn ich manchmal tagelang an der gleichen Stelle ein Foto mache, bin ich ganz an diesem Ort.

Wie setzen Sie die Digigraphie in Ihrer täglichen Arbeit ein?
Für mich ist die Digigraphie Teil meiner Arbeit. Seit vielen Jahren nutze ich Epson Drucker. Es ist für mich vor allem ein handwerkliches Label. Ich besitze einen 44-Zoll-Drucker von Epson, mit dem ich so viele meiner Werke wie möglich selbst ausdrucke. Das ist mir am Liebsten. Mittlerweile benutze ich auch oft und gern das Papier von Epson, weil mir das Material gefällt. Das Digigraphie-Label ist für mich ein Qualitätsversprechen von Epson an mich.

Gibt es ein neues Fotografie-Projekt an dem Sie gerade arbeiten?
Mein nächstes Fotografie-Projekt startet im November. Das ist wirklich sehr spannend für mich, denn dafür reise ich nach Kambodscha. Mehr darf ich Ihnen zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht verraten.
 

 

Epson bietet mit der Digigraphie ein Gütesiegel, das Künstlern, Galerien, Museen und Kunstsammlern Qualität und Sicherheit bei Kunstwerken garantiert. Digigraphie beschreibt dabei ein zertifiziertes Verfahren für den digitalen Kunstdruck. Digitale Werke wie z.B. Fotografien werden unter strengen einheitlichen Produktionsstandards in limitierter Auflage gedruckt und durch den Künstler legitimiert. Mit der Epson Digigraphie wird sichergestellt, dass Kunstwerke in naturgetreuer Qualität und mit einer Lebensdauer von bis zu 100 Jahren ausgegeben werden. Indem der Künstler jedem einzelnen Druck mit Hilfe eines speziellen Prägestempels ein Gütesiegel verleiht, ihn nummeriert, signiert und damit autorisiert, erhalten Kunstliebhaber die Gewissheit, dass es sich bei ihrem Kauf entweder um ein vom Künstler gefertigtes Werk oder um eine autorisierte Reproduktion auf höchstem Niveau handelt. Auf diese Weise lassen sich Plagiate ausschließen.

Das Digigraphie-Verfahren, hat sich seit der Einführung im Jahr 2003 zu einem weltweiten Qualitätsstandard entwickelt. Angeboten wird „Digigraphie by Epson“ mittlerweile in ausgewählten Laboren in über 40 Ländern.