Das digitale Klassenzimmer

Fünf Möglichkeiten für den Einsatz von neuer Technologie in Klassenzimmer und Konferenzraum

Das digitale Klassenzimmer

Fünf Möglichkeiten für den Einsatz von neuer Technologie in Klassenzimmer und Konferenzraum

Laut eines Berichtes von EdTechX macht die Bildungsbranche weltweit einen Umsatz von 884,2 Mrd. Euro (rund 5 Billionen US-Dollar). Somit liegt der Umsatz beim Achtfachen der Softwarebranche und ist damit sogar dreimal größer als der Umsatz der Unterhaltungsbranche.1

Wie aus dem Bericht hervorgeht, liegt die Digitalisierung im Bildungsbereich jedoch bei nur 2 Prozent. Die Mitarbeiter müssen aufgrund eines sich schnell verändernden Marktes ständig weitergebildet werden. Kontinuierliches Lernen ist zur Norm geworden. Es ist jedoch nicht immer leicht, in Technologie zu investieren, die Schülern, Studierenden, Referendaren und Lehrkräften eine optimale Lernumgebung bietet.

Jörn von Ahlen ist Leiter Marketing bei der Epson Deutschland GmbH und arbeitet mit Schulen und Unternehmen daran, Technologien für eine bessere gemeinsame Zusammenarbeit zu implementieren. Er sagt: „Indem Technologien wie interaktive Projektoren in den Unterricht und am Arbeitsplatz Einzug finden, bereiten wir Schüler, Studierende und Lehrende auf den modernen, digitalisierten Arbeitsplatz vor. Der Einsatz von Technologie ist definitiv ein Vorteil. Am wichtigsten ist jedoch, dass diese genutzt wird, um die Interaktion und Zusammenarbeit zwischen Gruppen und Teams zu ermöglichen. Die meisten Innovationen entstehen durch eine gute Zusammenarbeit – und diese Entwicklungen bringen die Wirtschaft voran."

EdTechX-Mitbegründer Benjamin Vedrenne-Cloquet und Charles McIntyre stimmen dem zu. Sie sehen die „digitale Bildung als entscheidend für die globale Wirtschaft“.

Hier sind einige Tipps, über die Sie sicherstellen können, dass Technologie als „Muss“ und nicht nur als nützlich betrachtet wird:

1) Investieren Sie in Technologie zur Förderung der Zusammenarbeit

Bei Bildung geht es nicht nur um Wissen. Es geht um das Lernen durch Interaktion. „Viele Menschen stellen fest, dass Technologien nicht auf die Interaktion und Zusammenarbeit ausgerichtet sind und sie so einschränken“, sagt Colquhoun. „Wir stehen hinter Technologie, die Kollaboration fördert – wie beispielsweise interaktive Projektoren. Wir wissen, wie diese Technologien Schüler, Studierende und Lehrkräfte in der Lernumgebung zusammenbringen."

2) Sorgen Sie dafür, dass die Investition für Sie arbeitet

Schulen und Unternehmen müssen nicht jedes einzelne Gerät, welches für eine interaktive Lernumgebung sorgt, kaufen. Viele moderne Technologien arbeiten vernetzt mit WLAN/Bluetooth und können untereinander interagieren. Dadurch können die Benutzer mit jedem beliebigen Gerät beispielsweise eine Präsentation nutzen, Dateien auf einfache Weise weitergeben, gemeinsam Dokumente bearbeiten und viele andere Möglichkeiten zum flexiblen und gemeinschaftlichen Lernen wahrnehmen.

Durch die Ausbreitung des BYOD-Ansatzes (Bring Your Own Device) in Klassenzimmern und Hörsälen in Europa ist Flexibilität aber nicht der einzige Vorteil. „Schulen und Bildungsorganisationen sollten mit Schülern, Studierenden und Lehrkräften auf Augenhöhe sprechen – also in einer Form, die ihnen vertraut ist“, sagt Colquhoun. „Geräte, die bisher für Ablenkung gesorgt haben, können in Lernwerkzeuge verwandelt werden – und damit zu einer hervorragenden Investition werden."

3) Konzentrieren Sie sich nicht auf die Technologie, sondern auf ihre Anwender

Eine kürzlich von der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) zum Thema „Integration von Technologie in die Weiterbildung“ durchgeführte Studie zeigt, dass sogenannte „Education Technologies” Lehrkräfte bei einem forschungsnahen Unterricht, aber auch beim lösungsorientierten Arbeiten sowie bei der Gruppenarbeit unterstützen.2

Lehrkräfte, die diese Technologie in ihren Unterrichtsräumen und Schulungsräumen täglich einsetzen, wissen, dass die Technologie an sich selbst noch nicht die Lösung ist. Sie macht es aber möglich, die Lerninhalte auf die individuellen Anforderungen der Schüler und Studierenden zuzuschneiden. Sie sorgt für mehr Interaktivität. Auf diese Weise wird der Unterricht – sofern richtig angewendet – zudem besser auf die Bedürfnisse der Schüler und Studierenden ausgerichtet.

4) Überdenken Sie althergebrachte Ansätze

Innovation und Digitalisierung ermöglichen es, die bisherige Art und Weise des Unterrichts zu überdenken. Die Europäische Kommission unterstützt explizit den Einsatz von Technologien in der europäischen Wirtschaft. Bildungsinitiativen, die moderne Technologien einsetzen, werden als Schlüssel für die Revitalisierung vieler Branchen gesehen.

5) Bieten Sie den Schülern, Studierenden und Lehrenden die Möglichkeit, sich mit den neuen Technologien vertraut zu machen

Innovation und Digitalisierung sorgen für große Änderungen am Arbeitsplatz. Auch die dafür erforderlichen Fähigkeiten verändern sich rasch. Investieren Sie in Schulungen für die Nutzer. Nur so können sie sich mit den neuen Technologien vertraut machen und sie sicher für die eigentlichen Lern- und Lehrzwecke einsetzen.  

Fußnoten