Aus alt mach neu

Epson zeigt auf der CeBIT 2017 sein PaperLab erstmals in Europa

Aus alt mach neu

Epson zeigt auf seinem Stand der CeBIT 2017 (Messe Hannover, 20. März bis 24. März 2017, Halle 3, Stand D17) erstmals in Europa seine Papierrecyclingmaschine PaperLab. Diese Maschine nutzt einen Trockenprozess, sodass die Aufstellung des Gerätes ohne einen Wasseranschluss möglich ist. Das PaperLab ist in der Lage, täglich aus gebrauchtem Kopierpapier mehrere Tausend Seiten recyceltes Papier zu erzeugen. Das PaperLab ist besonders für Firmen geeignet, für die Sicherheit bei der Vernichtung vertraulicher Dokumente sowie umweltfreundliches Papierrecycling eine hohe Priorität besitzen. Das PaperLab wird auf dem Epson Stand neben einer Vielzahl anderer effizienter und kompakter Bürolösungen ausgestellt werden.

Der Präsident der Seiko Epson Corporation, Herr Minoru Usui, wird eine Keynote auf der Messe halten. Hier wird er sich mit den kommenden Technologien des Arbeitsplatzes der Zukunft auseinandersetzen. Usui wird dabei seine Vision darlegen und erläutern, wie Epson Technologie dazu beitragen wird, die Arbeits- und Lebensqualität der Menschen zu erhöhen.

Usui dazu: „Ich freue mich sehr, auf der Messe unser PaperLab zu präsentieren, dem weltweit ersten Papierrecyclingsystem, das mit einem selbst entwickelten Trockenprozess ohne zusätzliche Wasserzufuhr arbeitet. Es vernichtet sicher alle Arten von Dokumenten und produziert aus ihnen pro Tag Tausende Seiten neues Papier.“

Das PaperLab wurde kürzlich in Japan vorgestellt und Epson wird es im Laufe des nächsten Jahres auch in Europa vertreiben. Ziel ist es, ein Kreislaufsystem zu erschaffen, in dem Kunden ihre Dokumente drucken und sie nach Gebrauch einfach recyceln und als neues Papier erneut verwenden. Es ist außerdem geplant, dieses Recyclingkonzept in unterschiedlichen Größen anzubieten, um für alle Anwendungsgebiete ein passendes Modell zu haben. Das dem PaperLab zugrunde liegende Prinzip ermöglicht die Produktion von Papieren unterschiedlicher Größe, Grammatur, Dicke und Qualität. Das Spektrum reicht dabei von Standardpapier über koloriertes Papier bis hin zu Visitenkarten.

Die Phasen der Papiererzeugung:

Dry Fiber Technologie
Zerfasern
Das Papier wird auf mechanische Art in lange Fasern zerkleinert. Alle Spuren vormals vorhandener Informationen (zum Beispiel gedruckte Inhalte) werden durch diesen Prozess eliminiert.

Binden
Die so gewonnenen Fasern werden mit einem speziellen Bindemittel wieder zu einem Blatt zusammen gefügt. In diesem Schritt kann das Papier optional mit einer beliebigen Farbe (jede Farbe, aber auch beispielsweise hell weiß) versehen werden.

Formen
Unter Druck und Hitze werden Fasern und Bindemittel zu einem neuen Blatt Papier geformt. Das PaperLab produziert auf Wunsch A4 oder A3 große Bögen in unterschiedlichen Stärken. 

Sicherheit
Das Zerfasern der alten Papierblätter führt ebenfalls zu einer irreversiblen Vernichtung jeglicher auf ihnen vorhanden gewesenen Informationen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass vertrauliche Dokumente nicht mehr unter Aufsicht zu einer speziellen Vernichtungsstelle gefahren werden müssen, was die Sicherheit weiter erhöht. Bei einfach geschredderten Dokumenten ist es mit Aufwand möglich, diese wieder herzustellen und so die auf ihnen niedergelegten Informationen zu rekonstruieren.

Schnelle Produktion neuen Papiers
Schon rund drei Minuten nach Inbetriebnahme des PaperLabs ist das erste Blatt fertig. Insgesamt erzeugt die Maschine bis zu 720 DIN A4 Blätter in der Stunde. Dabei ist das PaperLab hinsichtlich des Ausgangsmaterials nicht wählerisch: Für das Papierrecycling können jegliche im Büroalltag anfallenden Papiere genutzt werden.

Geringer Einfluss auf die Umwelt
Im Gegensatz zur traditionellen Papierproduktion benötigt das PaperLab für seinen Betrieb keine externe Wasserzufuhr und schont damit das Wasser als natürliche Ressource. 

Weiterführende Informationen: 

Video: Epson PaperLab